Einbau Anleitung für den Victron Ladebooster in den Camper

Ladebooster Einbau in den Camper – Laden über die Lichtmaschine

Aktualisiert am 20. Januar 2024

Unser VW Bus bekommt einen neuen Ladebooster. Das alte Original verbaute Trennrelais in unserem VW Bus wird in Rente geschickt. Dafür baue ich jetzt den Ladebooster Orion in den Camper ein, damit unsere ebenfalls frisch eingebaute LiFePO4 Batterie optimal und schnell geladen wird. Ich ziehe also eine neue Leitung vom Motorraum in den Innenraum zur Zweitbatterie und es gibt neue Sicherungen. Anschließend wird der Ladebooster auf die passende Ladekennlinie für die Batterie eingestellt. Wie ich das ganze umgesetzt habe, das zeige ich Dir jetzt hier im Artikel. Los geht’s!

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Laden der Zweitbatterie durch die Lichtmaschine

Um das gesamte Thema mit dem Laden der Zweitbatterie über die Lichtmaschine besser zu verstehen, hole ich kurz etwas aus. Somit soll auch die Frage für Dich geklärt werden, ob Trennrelais oder Ladebooster sinnvoller ist.

Warum es überhaupt praktisch ist, die Zweitbatterie über die Lichtmaschine zu laden, wird wohl soweit klar sein. Bei einer längeren Tagestour mit dem Van wird auf diesem Weg ganz entspannt nebenbei Deine Batteriekapazität wieder aufgeladen. So kannst Du am Abend an Deinem Ziel mit einer vollen Zweitbatterie beruhigt Laptop, Licht, Standheizung und Co betreiben.

Grundsätzlich gibt es drei Möglichkeiten, die Zweitbatterie über die Lichtmaschine zu laden. Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass nur zwei dieser Wege tatsächlich sinnvoll und sicher sind.

Die Drei Varianten, um die Starterbatterie mit der Zweitbatterie zum Aufladen zu verbinden.

  • Direkte Parallelschaltung (nicht zu empfehlen)
  • Trennrelais
  • Ladebooster

Von einer direkten Parallelschaltung von Starter- und Zweitbatterie kann ich Dir nur abraten! Denn in diesem Fall wird Deine Starterbatterie ebenfalls mit leer gezogen, wenn Du Deine Elektroverbraucher im Camper über die Zweitbatterie benutzt.

Es gibt keinen Schutz zwischen den beiden Batterien, der dieses Problem verhindert. Der nächste Motorstar kann damit in weite Ferne rücken. Nebenbei schließt Du bei dieser Variante mit hoher Wahrscheinlichkeit unterschiedliche Batterietypen direkt parallel zusammen, was ebenfalls nicht gut ist.

Ebendarum, solltest Du entweder ein Trennrelais oder einen Ladebooster in Deinem Camper zwischen Starterbatterie und Zweitbatterie verwenden.

Wenn Du Dir mehr Energie und Zuverlässigkeit für Deine Starterbatterie wünschst, dann ist für Dich vielleicht die neue Technologie von Starterbatterien interessant. Wir haben uns eine LiFePO4 Starterbatterie in den Camper-Motor eingebaut und konnten dadurch ohne zusätzlichen Platz Gewicht und 50 % mehr Energie in unser Fahrzeug hohlen.

Trennrelais oder Ladebooster zum Laden der Batterie in den Camper einbauen?

Die Frage, was besser ist, Trennrelais oder Ladebooster, liegt an Deiner eingebauten Batterie und welches Ziel Du verfolgst. Und natürlich, was Deine Ausbau-Kasse hergibt. Trennrelais sind die günstige Variante. Dafür können Ladebooster Deine Batterie in kürzerer Zeit wieder effektiver vollladen und das auch noch mit der entsprechenden Ladekennline für Deinen Batterietyp. Sprich, dieser lässt sich auf Gel, Blei-Säure, AGM oder Lithium (LiFePO4) einstellen, was die Lebensdauer Deiner Batterie deutlich verlängert.

Trennrelais

Ein Trennrelais hat die Aufgabe, den Stromfluss nur in eine Richtung zuzulassen und in die andere Richtung zu blockieren. In unserem Fall soll der Strom zum Laden von der Starterbatterie zur Aufbaubatterie durchkommen, aber das Entladen der Starterbatterie durch die Aufbaubatterie verhindern. Die Verbindung ist bis auf D+ recht einfach. Es gibt vier Anschlüsse am Trennrelais.

Die 4 typischen Anschlusspunkte an einem Trennrelais

  • die Plusleitung von der Starterbatterie
  • die Plusleitung von der Aufbaubatterie
  • eine Masseleitung, welche auf einen Massepunkt der Karosserie gelegt wird
  • sowie D+ Signal von der Lichtmaschine

Intelligente Trennrelais ohne D+ Signal

Mittlerweile können wir uns das D+ Signal zum Glück schenken, dank intelligenten Trennrelais und Ladeboostern mit Motoreinerkennung. Hier wird kein D+ Signal mehr benötigt.

So ein intelligentes Trennrelais hat also den Vorteil, dass kein D+ mehr zum Anschließen benötigt wird. Denn, die intelligenten Trennrelais handeln anhand der Ladespannung. Das Victron Energy Cyrix-ct* ist so ein Trennrelais, ebenso wie das vollautomatische Batterie-Trennrelais von AEP*. Diese automatischen Trennrelais müssen nur mit den jeweiligen beiden Pluspolen von Starter- und Aufbaubatterie verbunden werden, sowie eine Verbindung vom Minuspol an einen Massepunkt der Karosserie.

tigerexped bietet ein eigenes Automatisches Trennrelais im Set-Angebot *, inklusive passender Kabel und Zubehör. Zudem gibt es eine Schritt für Schritt Einbauanleitung inklusive Schaltplan. Und wenn das nicht hilft, dann hilft die Fachkompetenz von tigerexped, wenn es beim Einbau bei Dir hängt.

Tipp: ein D+ Signal wird für den Einbau eines Trennrelais oder eines Ladebooster nicht mehr benötigt. Es gibt intelligente Trennrelais und Ladebooster mit Motoreinerkennung, die ohne D+ funktionieren.

Hier gelangst Du zu unserer kompletten Anleitung über die Camper Elektrik

Übersicht über unseren kompletten Elektrik Ausbau im Van

Ladebooster für Wohnmobile und Campingbusse

Jeder Batterietyp hat eine eigene Ladekennlinie, um diese optimal und schnell zu laden. Die Lebensdauer der Batterie erhöht sich durch das richtige Aufladen ebenfalls. Um Deine Aufbaubatterie noch effizienter durch die Lichtmaschine aufladen zu können, kannst Du anstatt eines Trennrelais einen Ladebooster einbauen. Denn dieser lässt sich auf den richtigen Batterietyp für Deine Camper-Batterie einstellen.

Wir haben mittlerweile unsere alte AGM-Batterie aus dem VW Bus ausgebaut und eine LiFePO4 von Supervolt eingebaut. Im Praxistest zur Supervolt LiFePO4, haben wir die Bordbatterie genauer unter die Lupe genommen und auch herausgefunden, warum es auch Modelle mit Heizelementen gibt. Zu Beginn testete ich das System Lithium-Akku mit dem einfachen Trennrelais und ob ein 1 zu 1 Austausch der AGM durch eine LiFePO4 möglich ist. Es war möglich, jedoch mussten einige Dinge beachtet werden.

Hinweis: Wenn ich von einer Lithium-Batterie im Artikel schreibe, meine ich eine LiFePO4 (Lithium Eisenphosphat Batterie), die für den Einsatz im Camper bestens geeignet ist. Was Du beim Einbau einer Lithium-Batterie im Camper beachten solltest, das erfährst Du im verlinktem Artikel.

Lithium Batterie fürs Wohnmobil. Einbau der Supervolt LiFePO4

LiFePO4 Bordbatterie für den Camper: Einbauanleitung und Tipps für den 1 zu 1 Austausch

Da wir nun eine LiFePO4 Batterie im Camper verbaut haben, entschied ich mich dazu, das alte System von Trennrelais und einer 80 Amper Maxi-Flachstecksicherung außer Betrieb zu nehmen. Dafür wurde der Victron Ladebooster Orion-Tr Smart mit neuen Sicherungen und Leitung verbaut. Da die Anschaffung einer Lithium-Batterie deutlich teurer ist wie für eine AGM, Gel oder Blei-Säure, lohnt sich das Laden über einen Ladebooster, weil dadurch die Lebensdauer der Wohnmobil-Batterie noch einmal erhöht wird.

Lithium Batterie unter dem Fahrersitz im VW T5 wird durch einen Ladebooster geladen

Einbau vom Victron Ladebooster Orion-Tr Smart in unseren Camper

Es gibt grundsätzlich verschiedene Ladebooster mit unterschiedlichen Ampere-Stärken. Die Stärke in Ampere (A) gibt an, wie viel Ampere (A) pro Stunden in Deine Zweitbatterie geladen wird. Bei einem Ladebooster der mit 50 A angegeben wird, wird also in zwei Stunden 100 A geladen. Eine komplett leere 100 Ah Batterie wird also bei 2 Stunden Fahrt wieder randvoll durch die Lichtmaschine und Ladebooster geladen.

Wir entschieden uns für den Victron Ladebooster Orion-Tr Smart * mit 30 A (Ampere). Bestellt wurde er bei tigerexped. Warum entschieden wir uns für 30 A? Weil laut Supervolt unsere LiFePO4 Batterie am besten bei einem Ladestrom von 20 bis 30 A geladen wird. Somit ist der Orion mit 30 A perfekt für unsere neue Lithium-Batterie unter dem Fahrersitz im VW Bus.

Hinweis: Wie viel Ampere (A) Ladeleistung Dein Ladebooster haben sollte, hängt von Deiner Camper-Batterie ab und was der Hersteller für einen Ladestrom empfiehlt. Supervolt empfiehlt für seine LiFePO4 Batterien 20 bis 30 A. Jedoch würden auch noch 50 A funktionieren.

Victron Ladebooster ohne D+?

Da sind wir wieder beim berühmten D+ Signal. Was das eigentlich genau ist, das erklären wir gemeinsam weiter unten im Artikel, wo es auch um die Problematik mit Euro 6 Fahrzeugen geht im Kontext mit dem Laden der Zweitbatterie.

Das geniale ist, der von uns verbaute Ladebooster Orion-Tr Smart* von Victron Energy benötigt kein D+ Signal. Er hat eine automatische „Motoreinerkennung“. Anhand dieser erkennt er über die Spannung der Starterbatterie, ob der Motor läuft oder aus ist. So weiß dieser genau, wann Strom aus der Starterbatterie zum Laden entnommen werden darf und wann nicht. Wenn nämlich der Ladebooster die Zweitbatterie laden würde, wenn der Motor aus ist, wäre Deine Starterbatterie ansonsten ruckzuck leer.

Lithium Starterbatterie Erfahrung. Supervolt Ultra LiFePO4 Praxistest.

Praxistest zur LiFePO4 Starterbatterie inklusive 1 zu 1 Austausch Anleitung (AGM, Geld, Blei-Säure)

Was ist der Unterschied zwischen einem Isolierten und Nicht-Isolierten Ladebooster?

Den Orion von Victron Energy gibt es neben den unterschiedlichen Ladestärken in Ampere auch in zwei verschiedenen Anschluss-Versionen. Da gibt es einmal die Version Nicht-Isoliert und einmal die Variante Isoliert. Wo ist jetzt der Unterschied?


  • Der isolierte Orion-Tr Smart Ladebooster* hat zwei Eingänge für Plusleitungen (jeweils Starter- und Zweitbatterie) und zwei Eingänge für die Minusleitungen (ebenfalls für Starter- und Zweitbatterie). Mit dem isolierten Gerät kannst Du zwei Batterien direkt miteinander verbinden, ohne über einen Masseanschluss von Deiner Karosserie. Der Isolierte Orion Ladebooster kommt dann zum Einsatz, wenn Dein Wohnbereich komplett von der Fahrzeugkarosserie getrennt ist, wie bei einer Wohnkabine oder einem Wohn-Koffer.
Victron Energy Orion-Tr Smart 12/12-Volt 30 Ladebooster (isoliert)
Victron Energy Orion-Tr Smart 12/12-Volt 30 Ladebooster (isoliert) *
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  • Beim Nicht-Isolierten Ladebooster Orion-Tr Smart* gibt es wie beim isolierten zwei Anschlüsse für die Plusleitung (jeweils Starter- und Zweitbatterie). Doch für den Masseanschluss (Minus) gibt es nur einen einzigen Anschluss am Gerät. Der Nicht-Isolierte Orion Ladebooster ist also für Transporter, Vans, Campingbusse und Camper mit einer Karosserie aus Metall geeignet, wo die Minuspole der Batterien mit der Fahrzeugkarosserie verbunden sind. Auch wir verbauten den »Nicht-Isolierten« Ladebooster.
Victron Energy Orion-Tr Smart 12/12-Volt 30 Ladebooster (Nicht isoliert)
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Unser VW Bus ist eine Konservendose, wo die Starterbatterie und die Zweitbatterie direkt mit der Fahrzeugmasse verbunden sind. Also haben wir uns für den Nicht-Isolierten Ladebooster entschieden. Für Dich, der wohl einen Transporter, Bus oder Minicamper ausbaut, ist der nicht-isolierte Ladebooster die richtige Wahl.

Der Victron Ladebooster. Nicht Isoliert für den Campingbus
Die nicht isolierte Variante für unseren VW Bus mit nur einem Minus-Anschluss

Welcher Kabelquerschnitt für den Ladebooster Orion?

Damit die Energie von der Starterbatterie zur Zweitbatterie durch die Leitung passt, muss ein entsprechend großer Kabelquerschnitt gewählt werden. Grundsätzlich sollte zwischen zwei Batterien immer ein Kabelquerschnitt von mindestens 10 mm² gewählt werden. Und natürlich nur für Kfz zugelassene Leitungen verwenden. Ab 10 mm² sind das die FLY-Fahrzeugleitungen.

Verwende nur Leitungen (Kabel), die für den Kfz-Bereich zugelassen sind! Diese sind in diesem Fall einadrige FLY Fahrzeugleitungen ab 10 mm². Alle FLY Fahrzeugleitungen* für Deinen Elektrik-Ausbau zum Auswählen in der richtigen Farbe, Länge und auch Stärke.

Für die Aufnahme der Fahrzeugleitungen an Deiner Starterbatterie und der Aufbaubatterie im Wohnraum benötigst Du Rohrkabelschuhe*. Das abisolierte Kabel, welches an den Ladebooster angeklemmt wird, sollte mit Aderendhülsen * ausgestattet werden. Diese werden mit einer Aderendhülsenzange * an das abisolierte Ende der Leitung gepresst.

Victron Energy gibt für den Orion-Tr Smart mit 30 A 12 / 12 Volt folgende Mindestwerte als Kabelquerschnitt vor:

LeitungslängeKabelquerschnitt
0,5 m6 mm²
1 m10 mm²
2 m10 mm²
5 m16 mm²
10 m16 mm²

Du kannst die Kabelquerschnitte für den Ladebooster natürlich auch größer wählen, das ist kein Problem. Bedenke jedoch, dass der Orion-Tr Smart mit 30 A nur eine maximale Kabelquerschnitt-Aufnahme von 16 mm² besitzt. Also dicker geht hier den diesem Fall nicht. Wir haben bei unserem Einbau einen 16 mm² Kabelquerschnitt verwendet.

Hinweis: Der Kabelquerschnitt der Masseleitung (Minusleitung) muss den gleichen Querschnitt haben wie der von der Plusleitung. Also wenn Du ein 16 mm² verbaust vom Pluspol Deiner Starterbatterie, dann muss auch die Masseleitung 16 mm² besitzen.

Wichtig für Dich ist noch zu erwähnen, dass ein niedriger Kabelquerschnitt AUF KEINEN FALL gewählt werden darf. Hier kann es ansonsten zu ungewünschten Wärmeentwicklungen in den Leitungen kommen und im großen Finale dann ein Kabelbrand entstehen.

Victron Ladebooster in den Camper einbauen
Ich schließe den Orion-Tr Smart mit einer 16 mm² Leitung an. Dabei trage ich selbstverständlich Arbeitsschutzschuhe…

Welche Sicherungen für den Orion-Tr Smart?

Du benötigst zwei Sicherungen. Jeweils eine Sicherung nach dem Pluspol der Starterbatterie und eine nach dem Pluspol der Zweitbatterie.

Die Werte von Victron Energy für den Orion-Tr Smart 30 A:

  • an die Starterbatterie soll eine 60 A Sicherung
  • an die Zweitbatterie mindestens eine 50 A Sicherung

Wir haben beim Ladebooster Einbau in unseren Camper zwei neue 80 A Midi-Schraub-Sicherungen verbaut. Warum? Weil die alte originale Maxi-Flachstecksicherung für das Trennrelais ebenfalls eine 80 A Sicherungen war. Ich werde aber demnächst reduzieren und aus den 80 A dann 60 A machen.

Mit den Midi-Sicherungshaltern* und den Midi-Sicherungen* durfte ich bis jetzt gute Erfahrungen machen zum Absichern der Leitungen von den Batterien. Der Midi-Sicherungshalter hate eine Aufnahme für Rohrkabelschuhe* der Größe M5.

Um Deine Fahrzeugleitungen an die Midi-Sicherungen anzuschließen, musst Du diese mit einem Ringkabelschuh ausstatten. Wenn Du noch nicht weißt, wie eine Fahrzeugleitung mit einem Kabelschuh präpariert wird, gibt es für Dich im Artikel über die 12 Volt Camper-Elektrik eine Anleitung.

Midi-Sicherung zum Absichern vom Ladebooster im Camper
Der rote Pfeil zeigt auf die 80 A Midi-Sicherung, die in einem Midi-Sicherungshalter eingebaut ist
Ladebooster und Batterien im Camper richtig absichern

Kabel vom Motorraum nach Innen verlegen

Für den VW T5 habe ich eine Anleitung geschrieben, wie Du eine Leitung vom Motorraum in den Innenraum verlegst. In dieser Anleitung zur Kabelverlegung im VW Bus erfährst Du, wie Du das Kabel sicher und auch sauber von der Starterbatterie im Motorraum nach innen zur Zweitbatterie unter dem Fahrersitz verlegst.

VW T5 Bus neue Leitungen vom Motorraum in den Innenraum

Anleitung zur Kabelverlegung im VW T5. Ziehen einer Leitung vom Motorraum in den Innenraum.

Für alle anderen, die keinen VW T5 als Basisfahrzeug haben: Jedes Fahrzeug ist selbstverständlich individuell, daher kann ich hier nicht explizit auf jede Fahrzeugart eingehen. Ich kann Dir aber Grundlegendes zur Verlegung von Fahrzeugleitungen mit auf den Weg geben.

Die Leitung darf auf keinen Fall einfach nackt durch das Fahrzeug gezogen werden, besonders, wenn es sich um die Plusleitung handelt, und an der Fahrzeugkarosserie anliegt. Scheuert das Kabel durch, treffen sich die Plusleitung und die Masse der Fahrzeugkarosserie aufeinander… das willst Du nicht.

Schütze daher alle Deine Leitungen im Fahrzeug. Umwickle die Leitungen mit Isolierband * und verlege längere Strecken, die Du nicht isolierst, in Wellrohre *. Vor allen im Motorraum, wo es heiß, schmutzig und ölig wird und auch die Gefahr von Reibung an scharfen Kanten gibt, ist der Schutz besonders wichtig.

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Suche Informationen in Suchmaschinen über Deinen Fahrzeugtyp. Denn viele Hersteller haben, wie VW auch, an bestimmten Stellen Gummimuffen, wo Du neue Leitungen sicher durch die Spritzwand vom Motor in den Innenraum ziehen kannst.

Ladebooster in den Camper einbauen
Wellrohre und Isolierband schützen das Kabel auf seinem Weg von der Starterbatterie zur Zweitbatterie

Einbaupostion vom Ladebooster Orion-Tr Smart | Achtung, das Ding wird heiß!

Der Ladebooster sollte in der Nähe der Aufbaubatterie eingebaut werden, damit die Kabel kurzgehalten werden. Die Kabel vom Ladebooster zur Starterbatterie werden dadurch natürlich wieder länger.

Bei der Einbauposition vom Ladebooster Orion-Tr Smart, solltest Du darauf achten, dass dieser an einem Ort eingebaut wird, wo es auch mal ordentlich warm werden kann. Denn wenn der Orion länger lädt, wird dieser ordentlich heiß. Der Aufbau vom Orion-Tr Smart mit den großen Kühlrippen lässt die hohe Wärmeentwicklung schon erahnen. Es ist für eine gute Kühlung vom Ladebooster auch von Victron empfohlen, dass unter und über dem Ladebooster genügend freier Platz ist.

Wichtiger Hinweis! Den Ladebooster zuerst mit der Plusleitung von der Starterbatterie verbinden (Anschluss „IN“) und anschließend mit dem Massepunkt (Anschluss „GND“). Die Zweitbatterie noch nicht anschließen! Dafür muss der Ladebooster erst auf Deinen Batterietyp eingestellt werden. Und genau das machen wir jetzt im nächsten Schritt.

Ladebooster und Lithium-Batterie im Camper einbauen
So sieht das fertige Projekt aus. Der Ladebooster wurde auf ein Multiplex-Platte geschraubt. Somit ist dieser dann hinter dem Fahrersitz versteckt und trotzdem noch gut belüftet.

Ladebooster Orion-Tr Smart auf den richtigen Batterietyp einstellen

Wie eben erwähnt, bitte den Ladebooster Orion-Tr Smart nicht sofort mit der Zweitbatterie verbinden. Erst eine Verbindung mit der Plusleitung von der Starterbatterie an den Anschluss „IN“ am Ladebooster. So wie eine Verbindung mit einem Massepunkt im Fahrzeug am „GND“ Anschluss. Dieser steht für die Masse (Minus).

Jetzt kannst Du anhand mit der Victron-Connect App auf den Ladebooster zugreifen. Das Standartpasswort bei Victron Smart Produkten ist zu Beginn 6-mal die Zahl 0. Du kannst das Passwort anschließend ändern.

Orion-Tr Smart Anleitung für die Inbetriebnahme:

  1. Sobald Du Dich mit Deinem Smartphone mit dem Ladebooster verbunden hast, klickst Du oben rechts auf das Zahnrad
  2. unter dem Punkt Funktion wird der Modus „Ladegerät“ eingestellt
  3. Punkt Batterieeinstellung aufrufen
  4. Wenn die Werkseinstellung schon automatisch auf LiFePO4 eingestellt ist, bist Du jetzt hier fertig und kannst den Ladebooster mit der Zweitbatterie verbinden.
  5. Dein Batterietyp ist noch nicht eingestellt? Dann klicke auf den Punkt Werkseinstellung.
  6. Jetzt auf den Punkt Voreinstellungen Batterien klicken und Deinen passenden Batterietyp auswählen
Victron Ladebooster auf die Batterie einstellen
1. Punkt: Klick auf das Zahnrad
Ladebooster Orion-Tr Smart im Camper Einstellen zum Laden
2. Punkt: Funktion auf Ladegerät einstellen.
Ladebooster auf Batterietyp einstellen
3 Punkt: Batterieeinstellungen aufrufen
Victron Ladebooster für Lithium Batterie im Camper
5 Punkt: Wenn Punkt 4 nicht passt, dann auf den Punkt Werkseinstellung klicken
Victron Energie Orion-Tr Smart für LiFePO4 Batterie
6. Punkt: auf Voreinstellungen Batterien klicken und Batterie auswählen.

Das war’s, jetzt kannst Du auch Deine Zweitbatterie an den Anschluss „OUT“ anschließen. Als letzten Schritt muss jetzt nur noch den kleinen grünen Stecker für die Fern Ein/Aus Funktion an den Ladebooster einstecken. Das Anschließen ist nicht schwer und ist so leicht wie ein USB-Stecker an einen Laptop einzustecken.

Ladebooster Orion-Tr Smart im Camper einbauen

Was ist das D+ Signal und wo finde ich das?

Immer wieder hörst und liest Du von dem D+ Signal im Fahrzeug und das vorwiegend in der Verbindung mit dem Laden der Zweitbatterie über die Lichtmaschine beim Fahren. Zum Glück kommen wir mittlerweile auch ohne das D+ Signal beim Laden aus. Doch was ist D+ eigentlich. Kurzes Schlaumeier-Wissen für Dich.

Das D+ Signal wird auch Dynamokabel genannt und erzeugt einen 12 Volt Gleichstrom, sobald der Motor gestartet wird und die Lichtmaschine dadurch dreht. Ladebooster oder Trennrelais, die noch das D+ Signal benötigt, brauchen es einfach gesagt als Anhaltspunkt, ob sie die Zweitbatterie laden „dürfen“ oder nicht.

Denn das D+ Signal erzeugt, wie zuvor erwähnt, mit dem Starten vom Motor ein 12 Volt Gleichstrom. Dadurch weiß der Ladebooster oder das Trennrelais, aha, der Motor ist an, jetzt kann ich ohne Gefahr Strom aus der Starterbatterie entnehmen zum Laden der Zweitbatterie. Es besteht also keine Gefahr, dass die Starterbatterie leer wird, da diese ja von der Lichtmaschine immer wieder nachgeladen wird.

Sobald der Motor ausgeht, verschwindet auch das D+ Signal und der Ladebooster / Trennrelais wissen, jetzt muss ich aufhören zuladen, sonst wird die Starterbatterie leergesaugt.

Der bei uns eingebaute Victron Ladebooster Orion-Tr Smart benötigt das D+ Signal nicht. Das ist in meinen Augen ein genialer Vorteil und erleichtert für viele DIY-Projekte den Einbau enorm. Daher eignet sich der Ladebooster auch besonders für Euro 6 Fahrzeuge, die mit einer intelligenten Lichtmaschine arbeiten.

Probleme beim Laden der Zweitbatterie bei Euro 6 Fahrzeugen

Bei älteren Fahrzeugen ist das Prinzip mit der Lichtmaschine und dem Aufladen der Batterie noch recht einfach zu erklären. Sobald der Motor läuft, dreht die Lichtmaschine, die wiederum einen Ladestrom erzeugt, der über einen Regelschalter an die Starterbatterie geleitet wird. Sobald keine Stromabnahme vorhanden, oder die Starterbatterie voll ist, wird diese durch den Regelschalter nicht weiter geladen. Jedoch läuft bei den älteren Fahrzeugen die Lichtmaschine einfach weiter, was jetzt natürlich zum Laden für unsere Zweitbatterie hervorragend ist.

Bei neueren Fahrzeugen der Euro 6 Norm wird das Ganze nicht mehr so einfach. Diese Fahrzeuge haben eine intelligente Lichtmaschine im Fahrzeug. Diese neuen Fahrzeuge mit der modernen Technik haben die Aufgabe, jeden Tropfen Diesel zu sparen. Das hat jedoch den Nachteil, dass wenn die Starterbatterie voll ist, die Lichtmaschine keinen „unnötigen“ Strom mehr produziert. Somit funktioniert die Ladung der Zweitbatterie nicht mehr so einfach über ein einfaches Trennrelais.

Jetzt gibt es noch ein weiteres Problem bei Euro 6 Fahrzeugen, was die effizient des Ladens der Zweitbatterie betrifft. Denn die intelligente Lichtmaschine verursacht ständig wechselnde Spannungen beim Laden, die für die Batterie überhaupt nicht gut ist. Durch einen Ladebooster werden diese Spannungsschwankungen jedoch ausgeglichen und die Batterie so geladen, dass es auch der Lebensdauer guttut.

Unser Schaltplan für den Ladebooster im Camper

Ladebooster Schaltplan zum Einbau in den Camper
Der Aufbau in unserem VW Bus

Mein Fazit zum Ladebooster Orion-Tr Smart

Wenn Du ein Euro 6 Fahrzeug besitzt, dann wirst Du um einen Ladebooster wie den Orion-Tr Smart kurz oder lang nicht drum rumkommen. Zumindest, wenn Du Deine Zweitbatterie auch beim Fahren aufladen möchtest. Der Einbau vom Ladebooster selbst war kein Problem, wenn erst einmal eine Leitung von der Starterbatterie gezogen war. Dank der Motoreinerkennung vom Ladebooster Orion-Tr Smart * bleibt das Suchen vom D+ Signal zum Glück aus und der Einbau wird deutlich einfacher.

Wichtig ist die Einbauposition vom Orion, da dieser sehr warm wird bei einem längeren Ladezyklus. Das ist dann der Fall, wenn die Batterie ziemlich leer ist und lange Strecken gefahren werden. Der Ladebooster ist jetzt 1 Jahr im Einsatz (Stand April 2023) und war auch erfolgreich mit auf Tour durch Schottland und Italien.

Die Verbindung mit der Victron-Connect-App hat bis jetzt immer wunderbar funktioniert. Der Ladebooster macht, was er soll, er lädt ruckzuck die Zweitbatterie auch auf kürzeren Strecken nun deutlich schneller, wie unser altes Trennrelais. Der Ersteindruck ist super! Ich werde Dich hier weiter auf dem Laufenden halten und auch den Artikel dazu aktualisieren, wenn es etwas zum Teilen gibt.

Du hast Fragen zum Einbau eines Ladeboosters oder zu anderen Themen vom Camper Ausbau? Dann freue ich mich über Deine Frage in den Kommentaren.

Video zum Ladebooster Einbau in den Camper

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Ladebooster Einbau Anleitung in den Camper

23 Kommentare zu „Ladebooster Einbau in den Camper – Laden über die Lichtmaschine“

  1. Hallo Björn,
    Ich brauchte auch mal eine Meinung bzw einen Vorschlag wo ich meine Elektrik verbauen soll.
    Besitze einen Toyota Hilux neues Modell als Extra Cab. D.h. zwei Notsitze, die durch eine halbe Tür zu erreichen sind. Auf den Bracken fest verschraubt mit Aufstelldach habe ich eine kleine Kabine der Fa. Ortec. ( Ab 09.2024 ) Es gibt zwei Möglichkeiten die Elektrik
    1. fest hinter dem Fahrersitz
    2. in einem Staufach in der Kabine
    zu verbauen. Meine angedachte Lösung wäre, Batterie von Fa. CS 200 Ah Lithium, ein Lade-Wandler/Booster 14,6V 30 A Bluetooth Orion Tr Smart 12/12-30,Ladegerät Blue Smart 12/30A IP 22/230 und ein Wechselrichter 12V 230, 800 Watt alles von der Fa. Victron einzubauen.
    Was meinst du ist die bessere Einbaulösung?
    Gruß Peter aus Dortmund

  2. Hallo Björn,
    ich habe einen Toyota Hilux als 1 1/2 Kabiner ( Extra Cab ). Im September bekomme ich meine Kabine, Ortec Minicamp, d.h. die Kabine sitzt auf den Seitenwänden ( Bracken ). Wo ist es am Besten meine Elektrik einzubauen? Ich bin mir nicht sicher. Vielleicht in der „halben Kabine!“ hinter dem Fahrersitz? Dann hätte ich die Möglichkeit bequem durch die halbe Türdie Elektrik zu kontrollieren bzw zu beobachten.
    Die 2. Möglichkeit ist in einem Staufach in der Kabine.
    Verbaut wird eine 200 Ah CS Lithium Batterie, von Victron den Ladebooster, Ladegerät Blue Smart 12/30A IP22/230 und derWechselrichter12V 230V 800W

  3. Hallo Björn,

    ich habe einen VW T5 der serienmäßig die Zweitbatterie verbaut hat. Habe ich es richtig verstanden, dass ich die Leitungen für den Ladebooster trotzdem neu ziehen muss und das serienmäßige System mit dem Trennrelais entfernen bzw. tot legen muss?

    Viele Grüße
    Björn Gerritzen

  4. Hallo Björn, vielen Dank für deine ausführliche(n) Anleitung(en)!! Vielleicht kannst du mir auch einen kurzen Hinweis bei meiner speziellen Frage geben: Ich habe auf einem Ford Ranger Bj. 2018 eine bimobil-Kabine Bj. 1989 (!!! Husky-Prototyp) und bekomme den Strom über die 13-polige Anhängerkupplung. Außerdem habe ich 250 W Solarpaneele mit Votronic MPP 350 Duo Regler verbaut. Bisher saß die Kabine auf einem Ranger Bj. 2001, wir sind damit 70.000 km durch Süd- und Mittelamerika gefahren. Der TÜV „erlegte“ nach unserer Rückkehr den alten Ranger. Jetzt habe ich eine 100 Ah LiFePo4-Batterie anstelle der schwächelnden AGM-Batterie eingebaut. Kann ich einen isolierten Ladebooster (ohne D+) an der Plusleitung vom AHK-Stecker anschließen? Vielen Dank für eine Antwort! Liebe Grüße, Stephan

    1. Hallo Stephan,
      das klingt nach wirklich viel Abenteuer und Erfahrung, was Du schon alles erleben durftest. Richtig genial!
      Zu Deiner FrageKann ich einen isolierten Ladebooster (ohne D+) an der Plusleitung vom AHK-Stecker anschließen?
      Meine Aussage dazu natürlich ohne Gewähr, aber in meinen Augen spricht nichts dagegen. Mit Deinem genannten Setup solltest Du das so anschließen können, um über den 13 Poligen AHK-Stecker die Bordbatterie zu laden.
      Liebe Grüße
      Björn

  5. Hallo Björn!

    Danke für Deinen tollen Blog!
    Da sind so viele Antworten auf Fragen und auch Umsetzungen von Ideen enthalten. Sehr sehr wertvoll und inspirierend für mein derzeitges Projekt. Zum Glück bin ich über deine Seite „gestolpert“!!

    Mich würde bezgl. des Ladereglers noch die Temperaturentwicklung interessieren. Reicht eine offene Einbauposition wie in deinem Video für eine effektive Wärmeableitung oder wird es zu heiß auf dem Holz bzw. zwischen Regler und Sitz?

    LG
    Peter

    1. Hallo Peter,

      schön von Dir zu lesen. Es freut mich, wenn ich Dir den einen oder anderen Tipp mit auf dem Weg geben durfte für Dein Projekt.

      Die Wärmeentwicklung vom Ladebooster ist ordentlich, aber so wie er final an der Holzwand eingebaut ist (wie im Video und im Artikel), mit ein wenig Abstand zum Sitz, passt das bis jetzt einwandfrei. Der Ladebooster ist dort nun fast ein Jahr lang im Einsatz und es gibt aktuell keine Probleme. Zu Beginn gab es etwas an Geruchsentwicklung, aber das stammte vom Gerät selbst. Das hat sich mittlerweile gelegt. Zudem dürfen keine Leitungen oder Ähnliches an den “Kühlrippen” anliegen, denn diese werde wirklich ordentlich warm. Das blaue Gehäuse vom Ladebooster wird nicht ganz so warm, aber immer noch gut spürbar, wenn ich mit der Hand drauf fasse.

      Solange der Untergrund von den Kühlrippen kein Teppich ist oder der gleichen und um das Gerät ein paar Zentimeter Platz ist, sollte es keine Probleme geben.

      Ich wünsche Dir weiterhin viel Spaß und Erfolg bei Deinem Ausbau!

      Liebe Grüße
      Björn

  6. Hallo Björn. Danke für die klasse Beschreibung.
    Ich habe einen Ducato Euro6 mit 2xVarta LA95 (2*95Ah) als Verbrauchsbatterien.
    Ich habe den Ladebooster auf motoreinerkenung eingestellt und Lima als „intelligent“ eingestellt.
    Der EBL ist marke CBE (https://www.dropbox.com/s/20fahsq78qxvhp5/000162_07_PC100%2BPC200%2BDS-300_ST.pdf?dl=0) mit integrierter trennrelais auf der platine.
    Nun die fragen.
    1.Welche Einstellung muss ich für meine Batterien benutzen? (Ich finde nirgendwo eine Tabelle)
    2.Muss ich am EBL sonst noch was trennen um das Trennrelais zu de-aktivieren?
    (Bei früheren modellen musste man R37 trennen. Dieser ist bei mir jedoch nicht ein-gelötet. Ich frage weil ich im App sehen kann, das der Ladebooster innerhalb wenige sekunden dauernd zwischen an/aus wechselt wenn der motor läuft)
    Mfg Werner

    1. Hallo Werner,

      lieben Dank für Deine Fragen und das damit gesetztes Vertrauen in mich.

      Gleich vorweg, leider habe ich keine Praxiserfahrungen mit Elektroböcken (EBL) jeglicher Art. Diese sind oft in größeren Wohnmobilen verbaut und beim Selbstausbau, wie ich diese ausführe, aktuell nicht vorhanden. Daher kann ich Dir hier nicht wirklich viel erzählen.

      Die Varta LA95 sind AGM Batterien? (Professional Dual Purpose AGM). Dann muss der Ladebooster auf AGM Batterien eingestellt werden. Blei-Säure würde auch noch klappen, auch wenn die Batteriespannung hier niedriger ist, wird zwar die Batterie nie perfekt nach Ladekennlinie geladen, aber es gibt keine zu hohe Spannung. Aber wenn es AGM Batterien sind, ist es auch sinnvoll die AGM Option zu verwenden für die beste Ladeoption. Meintest Du das mit der Einstellung?

      Aus einer Kombination von EBL mit integriertem Trennrelais und Ladebooster, habe ich wie erwähnt keine Erfahrung. Bei Euro6 muss, so wie Du es auch schon gemacht hast, der Ladebooster auf die automatische „Motoreinerkennung“ geschaltet werden. Dann klappt das auch mit der intelligenten Lichtmaschine. Inwieweit jetzt der EBL Probleme verursacht beim Laden, kann ich nicht sagen. Die Frage ist, kommt das Problem durch das Trennrelais im EBL oder vom Ladebooster selbst.

      Ich würde die Batteriespannung an den Varta per Hand messen, mit einem Multimeter bei laufendem Motor. So könnte ich zusätzlich sehen, ob die Ladung anhand der Spannung funktioniert oder nicht. Unabhängig davon, würde ich den Hersteller vom EBL Anschreiben und die Situation schildern und was ich genau vorhabe. Bei der Firma CBE sollten schon Erfahrungsberichte dazu vorliegen, die Dir dann hoffentlich weiterhelfen. Auch die Firma Victron würde ich noch anschreiben, da diese ebenfalls Erfahrungen haben in Kombination mit anderen Komponenten. Sie haben ein Produkt, das oft auch nachträglich in ein bestehendes Elektro-System integriert werden soll, daher werden auch hier Erfahrungsberichte hoffentlich für Dich passend vorliegen.

      Liebe Grüße
      Björn

  7. Hallo Björn,

    Hut ab und vielen Dank für diesen mega Ausbaubericht. Ich war eigentlich nur auf der Suche nach Möbelbefestigungen im T5 und finde es klasse, was du alles an Info zusammengetragen hast und dass du diese Infos teilst.
    Da bei mir Anfang des neuen Jahres auch die Umrüstung auf eine LiFePO bei meinem T5 ansteht habe ich mit großem Interesse auch die Tipps zum Ladebooster gelesen. Dabei sind mir die folgenden Frage gekommen:
    – Liegt nicht bei den ab Werk verbauten Trennrelais bereits ein D+ Signalleitung an oder wie wird sonst das Trennrelais geschaltet? Somit könnte man dieses doch hier abgreifen.

    Viele Grüße
    Mark

    1. Hallo Mark,

      lieben Dank für Dein Lob! Es freut mich, wenn ich Dir damit weiterhelfen darf.
      Richtig, wenn Du schon ab Werk eine Zweitbatterie verbaut hast, dann sollte an dem Trennrelais ein D+ Signal vorhanden sein. Das könntest Du direkt abgreifen vom Trennrelais und verwenden, wenn Du die automatische Motoreinerkennung nicht verwenden möchtest. Ich habe das D+ Signal nicht abgegriffen und am Trennrelais belassen. Bei mir ist das alte „VW-System“ einfach nur durch die entfernte Sicherung stillgelegt. Die Motoreinerkennung vom Ladebooster Orion ist bis jetzt tadellos und ich lasse es auch weiterhin ohne D+ laufen und sammle weiter Erfahrungen.

      Beste Grüße Björn

  8. Die Stromversorgung wird auch bei mir immer mehr zum zentralen Thema. Habe ein Wohnmobil erst seit wenigen Monaten. Es hat an Autark-Ansätzen außer einer AGM-Batterie eigentlich noch nix.
    Das Thema Ladebooster ist hier so toll mit Text, Bildern und Video beschrieben, dass ich weiß an was ich mich demnächst mal herantrauen werde.
    Vielen Dank für die hervorragende Anleitung und die aufgewendete Zeit!

    1. Hallo Walter,

      dann sage ich herzlich willkommen in der Camper-Community. Der autarke Ausbau von einem Wohnmobil kann sehr spannend sein und auf Tour deutlich mehr Freiheit und Spaß bringen. Ich wünsche Dir gutes Gelingen und hoffe, dass Du viele schöne Momente mit Deinem Womo erlebst.

      Beste Grüße
      Björn

  9. Hallo Björn, danke für deine ausführlichen Beiträge und tollen Videos. Ich habe exakt die gleiche Installation in meinem T6 Multivan vor. Nun habe ich noch eine Frage! Ich habe bereits ab Werk die Zweitbatterie unter dem Fahrersitz verbaut. Ich möchte mit dem Victron Ladebooster ebenfalls das Trennrelais umgehen bzw ersetzen. Ich habe ein Euro 6 Fahrzeug mit beschriebener intelligenten Lima. Nun zur Frage: Kann ich das bereits vorhandene Pluskabel welches von der Starterbatterie kommt verwenden? Du hast ein neues gezogen! Und…wenn ich das Trennrelais abstecke, ist dann das weiterführende Kabel stromlos? Herzlichen Dank für deine Rückmeldung. Grüße Alex

    1. Hallo Alex,
      das kommt ganz darauf an, was für ein Kabelquerschnitt das Kabel besitzt. Für einen Ladebooster wird meist ein höherer Querschnitt benötigt, wie für ein Trennrelais. Wenn das aber passt, könntest Du auch das vorhandene Kabel verwenden. Bei mir war das originale Kabel von VW zu klein dimensioniert und wurde deswegen durch ein 16 mm² ersetzt.
      Um die alte Leitung samt Trennrelais stillzulegen, habe ich die entsprechende Sicherung entfernt. Der Rest blieb so, wie er war und kann im Notfall schnell wieder aktiviert werden.
      Beste Grüße
      Björn

  10. Moin Björn,
    ich habe einen Ducato mit einer 110 AH Lichtmaschine und Euro 5, also normal. Auf dem Dach Solaranlage 280 Watt und eine AGM Batterie mit 160 AH über einen Victron Solarregler mit 20 AH direkt angeschlossen, Ich möchte jetzt aber gerne einen Ladebooster für die AGM Batterie kaufen und einbauen damit die AGM Batterie auch bei schlechten Wetter bzw. im Winter während der Fahrt mit geladen wird.
    Kann ich den Ladebooster wie du ihn hast einbauen? Und falls ja wie klemme ich ihn an? Meine AGM Batterie Masse geht ja nicht auf die Karosserie. Falls ich was anderes benötige hast du eine gute Idee?
    Gruß Frank

    1. Hallo Frank,

      ich kann Dir natürlich für nichts eine Garantie geben, aber ja, Du kannst den Ladebooster verwenden. Dieser lässt sich auf den Batterietyp einer AGM-Batterie einstellen. Wenn Deine Batterie-Masse nicht auf die Karosserie führt, ist der isolierte Ladebooster die richtige Wahl für Dich. Dort wird alles direkt miteinander verbunden, ohne eine Verbindung auf die Karosseriemasse. Grob gesagt, Plus von der Starterbatterie zum Plus-Eingang Ladebooster und weiter zum Plus der AGM-Batterie. Mit Masse, das Gleiche. Du benötigst also den Ladebooster Orion isoliert mit 4 Anschlüssen. Ich habe den unisolierten verbaut, mit nur 3 Anschlüssen.

      Beste Grüße
      Björn

  11. Hallo Björn,
    vielen Dank für den tollen Bericht und auch das Video. Ich habe noch folgende Frage dazu. Ich habe mir ebenfalls 2 Lithium Batterien von Liontron einbauen lassen. Zunächst wurde dort ein Ladebooster eingebaut, wo ich leider nicht sagen kann von welchem Hersteller dieser war. Jedenfalls war bei mir nach kurzer Zeit die Starterbatterie leer und ich bin mehrfach liegen geblieben, da der Wagen nicht mehr gestartet werden konnte. Ich habe mich auf der Caravan Messe in Düsseldorf bei Liontron informiert, die mir dann auch den Viotron Ladebooster empfohlen haben. Jetzt ist dieser auch verbaut und ich habe bisher (seit ca. 1 Woche) auch kein Problem mehr beim starten gehabt. Nun ist mir allerdings aufgefallen, das der Booster sich während der Fahrt kaum einschaltet, da bei meinem VW-Crafter Baujahr 2019 eine sogenannte intelligente LIMA verbaut ist. Der Leistung der LIMA schwankt sehr stark, auf der App von Viotron kann ich sehen das er des öfteren unter 12V fällt. In den Einstellungen steht bei mir 13 – 13,1 Volt. . In diesen Bereich kommt mein Eingangsstrom von der LIMA aber nur sehr selten hin. Kann ich den Wert nach Deiner Meinung entsprechend nach unten korrigieren, bzw. einstellen? Gruß Horst

    1. Hallo Horst,

      da wurde wohl zu Beginn etwas falsch angeschlossen, falsch programmiert oder das Gerät war defekt. Vielleicht hat der Ladebooster einfach die Zweitbatterie weiter geladen, obwohl der Motor aus war. Wer weiß?
      Du hast immer Viotron geschrieben, ich gehe davon aus, dass Du Victron gemeint hast? Denn Viotron stellt Nahrungsergänzungsmittel her ;-).

      Kommen wir zu Deinem Problem: Zur Information, mit intelligenten Lichtmaschinen habe ich jedoch bis jetzt nur wenig Erfahrung gesammelt.

      Ist der Ladebooster auf „Ladegerät“ eingestellt? Das wäre die erste wichtige Überprüfung. Nutzt Du die Motor-Ein-Erkennung oder das Laden über D+? Nutze für eine intelligente Lichtmaschine am besten das Laden über die Motor-Ein-Erkennungssequenz. Hierfür gibt es von Victron eine kleine Beschreibung als PDF dazu. Ebenso gibt es in der Anleitung, siehe hier, Einstellungsoptionen für die Motorabschaltungserkennung. Dort gibt es ebenfalls Anleitungen für eine manuelle Nachbearbeitung, wenn es beim Laden Probleme gibt. Vielleicht hilft Dir das weiter für die passende Einstellung. Wenn überhaupt nichts funktioniert, dann schreibe Victron Energy eine Mail. Die können Dir bei den richtigen Einstellungen weiterhelfen.

      Achte bei manuellen Veränderungen darauf, dass der Ladebooster nicht zu lange nachläuft, wenn der Motor ausgeschaltet ist. Denn ansonsten hast Du wieder das Problem, dass die Starterbatterie auf mehreren kurzen Strecken leer werden kann.
      Ach so, die Zweitbatterie war aber auch etwas leer, oder? Wenn die Batterie fast voll ist, dann gibt es auch keine volle Leistung beim Laden beim Ladebooster.

      Ich hoffe, dass Du die Ungereimtheiten schnell lösen kannst.

      Liebe Grüße
      Björn

  12. Heidelinde Heihal

    Herzlichen Dank für das informative Video! Wirklich toll und auch für Laien verständlich erklärt!
    Wir haben bei unserem Wohnmobil eine Lifepo4 mit 150 Ah von Supervolt verbaut und einen Ladebooster von Victron den Orion Smartt TR 12/12 30 A eingebaut. Und zwar sind Starterbatterie, Ladebooster und Aufbaubatterie direkt mit richtigem Kabelquerschnitt verkabelt. Das D+ haben wir vom EBL Schaudt 99 abgeriffen und angeschlossen, obwohl es eigentlich durch die automatische Motorensteuerung nicht notwendig gewesen wäre. Nun meine Frage: muss nun dieses automatische Motorenerkennung ausgeschaltet werden, wenn D+ angeschlossen ist, oder kann dieses automatische Erkennung aktiviert bleiben. Derzeit ist sie aktiviert und es funktioniert, sind uns aber nicht ganz sicher, ob sie deaktiviert werden soll?
    glg Heidi

    1. Hallo Heidi,

      danke für das Lob und es freut mich, wenn es für Euer Ausbau-Projekt weitergeholfen hat.

      Wie jetzt Deine beschriebene Kombination mit der Motor-Ein-Erkennungssequenz und zusätzlich D+ aussieht, kann ich ehrlich gesagt nicht zu 100 % beantworten. Ich sehe auf den ersten Blick mal keine Probleme und nach Deiner Schilderung blockiert sich nichts gegenseitig. Jedoch würde ich den Versuch starten, allein schon, weil ich neugierig bin, einfach mal über die VictronConnect App die Motor-Ein-Erkennung auszuschalten. Die Batterie sollte natürlich nicht komplett voll sein, damit der Test durchgeführt werden kann. Danach den Motor starten und schauen, ob nach einer Weile der Ladebooster nur mit dem D+ Signal startet. Wenn ja, dann ist alles fein und ihr könntet ja, wenn ihr wollt, die Einstellung dann so lassen ohne die Motorerkennung. Die Motor-Ein-Erkennung ist grundsätzlich nur da, wenn kein D+ angeschlossen wird.

      Liebe Grüße Björn

  13. Hallo Björn!

    Ein herzliches Danke mal an dich und deine Arbeit, die du hier reinsteckst. Ich bin zufällig schon vor ein paar Wochen über deine Seite gestolpert und hängen geblieben. Wir bauen gerade einen VW Crafter SY aus und da verbringt man doch viel Zeit mit „Recherchen“ 🙂 und deine Seite ist echt hilfreich! Danke dafür!

    Hab den Orion auch schon zuhause liegen aber noch nicht eingebaut. Hab ab Werk zwei Blei Batterien mit einem Standart Trennrelais. Die LiFePo4 mit 180ah steht aber schon als dritte Batterie in der Garage bereit. Bei uns im Crafter ist die Verbraucherbatterie im Motorraum und die würde ich gern weiter nutzen (Standheizung hängt da drauf) und manche andere Verbraucher die ich ehrlicherweise nicht zuordnen kann.

    Der Plan ist die LifePo4 mit Solar und mit dem Orion von der Starterbatterie zu laden. Die Verbraucherbatterie wird über einen zweiten Ausgang vom Solarladeregler mitgeladen. Zusätzlich haben wir ab Werk einen 220v Anschluss mit Spannungswandler auf 12v verbaut, welcher mit Landstrom beide Batterien (Starter und Verbraucher) lädt. Hast du da vielleicht noch ein paar Inputsj/Ideen/Überlegungen für mich?

    Vielen Dank und liebe Grüße aus Salzburg. Vielleicht verschlägt euch ja mal eine Reise nach Österreich. Einfach Bescheid geben 🙂

    Raffael

    1. Hi Raffael,

      vielen lieben Dank für Deine tollen Worte und das Lob über meine Arbeit. Da strahlt das Gesicht über beide Backen ;-).

      Meine Gedankengänge zu Deinem Stromkonzept:

      Die 180 Ah LiFePO4 Batterie würde ich wohl eher zum Herzstück im Camper machen. Hier stehen Dir über 145 Ah (80 bis 90 %) der Energie zu Verfügung, was recht ordentlich ist. Ich denke, dass die Blei-Säure im Motorraum bei Weitem da nicht mithalten kann. Abgesehen davon, dass diese nur zu 50 % genutzt werden sollte.

      Die Frage ist auch Dein Nutzungsverhalten von Energie und was alles im Camper genutzt werden soll. Wenn ich es richtig verstanden habe, wird der Strom für 230 Volt Verbraucher ebenfalls aus der Blei-Säure-Batterie aus dem Motorraum genutzt? Wenn Du also öfter 230 Volt-Verbraucher im Einsatz hast, ist neben der Standheizung und noch einigen unbekannten Verbrauchern, auch noch die 230 Volt Energie dabei, die aus der Blei-Säure gezogen wird. Aus der Praxis dazu: beim Wintercamping, wenn die Standheizung öfter läuft, mehr Licht brennt und ich über 230 Volt den Laptop benutze, verschwindet die Energie in großen Schritten aus der Batterie. Da würdest Du mit der 180 Ah jedoch autark deutlich weiter kommen.

      Natürlich kann ich das jetzt auch etwas missverstanden haben beim Lesen. Die Beschreibung wirkt, als würde die 180 Ah LiFePO4 Batterie nur wenig Aufgaben bekommen. Du könntest die Standheizung auf die Blei-Säure-Batterie lassen und dafür die 230 Volt Verbraucher auf die LiFePO4 legen, sowie den kompletten restlichen Strombedarf.

      Die Blei-Säure Batterie wird durch das einfache Trennrelais langsamer geladen als die 180 Ah LiFePO4 durch den Ladebooster. Die LiFePO4 bietet also mehr Energie und ist zudem auch in kürzerer Strecke wieder mit mehr Energie geladen als die Blei-Säure.

      Ich halte Deine Idee für das Stromkonzept für cool. Beide „Versorger-Batterien“ werden sowohl durch Solar geladen, als auch beim Fahren durch die LIMA. Ebenso, dass der Stromverbrauch auf zwei Batterien aufgeteilt wird, finde ich eine gute Idee. Wenn die Möglichkeit schon vorhanden ist, wieso nicht. Jedoch würde ich die stärkste Batterie als Herzstück einsetzen, wo die meiste Energie herausgezogen wird.

      Bei meinen Gedankengängen rede ich für das autarke Camping. Falls Du öfter auf Campingplätze fährst, ist es ehe unwichtig, da Du regelmäßig an Landstrom kommst und genügend Energie zur Verfügung.

      Schöne Grüße nach Salzburg
      Björn

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