Bodenplatte selber in den Camper einbauen

Bodenplatte für den Camper Ausbau selbst bauen

Aktualisiert am 18. Januar 2024

Mit der Bodenplatte bekommt Dein Camper den Grundstein für die nachfolgenden Aufbauten wie Bett und Möbel. Darum suchte ich lange nach einer perfekten Lösung für das Ausbau-Projekt. Mein Plan war es, das Bett sowie die Möbel an der Bodenplatte im Camper zu befestigen. Gleichzeitig war es mein Ziel, nicht die Karosserie im VW Bus mit Bohren oder Schrauben zu beschädigen. Wie ich dies realisiert habe, zeige ich Dir jetzt.

Erste Schritte vor dem Einbau der Bodenplatte mit Bodenisolierung

Als Grundgestell für die Bodenplatte in unserem VW Bus entschied ich mich für eine Holzunterkonstruktion. Diese wird aus Holzleisten erstellt und mit einem Konstruktionskleber auf den Karosserieboden im Fahrzeug geklebte. Bevor ich dies jedoch tun konnte, hatte ich noch ein kleines Problem. Und zwar die Sitzbank-Halteplatten von den ausgebauten Sitzen im VW Bus, die fest am Boden der Karosserie verschraubt sind.

Sitzbank-Halteplatten im VW Bus entfernen?

Das Entfernen der Sitzbank-Halteplatten für die hinteren Sitze im VW Bus ist mit viel Aufwand möglich. Dazu gehört auch das Absenken des Kraftstofftanks, um von unten an die Schrauben zum Lösen zu kommen. Ich scheute den Aufwand zum Entfernen der Halteplatten aus dem Camper. So ließ ich sie einfach eingebaut und nahm sie als Höhenmarkierung für das einzuklebende Dämmmaterial im Boden. Wir entschieden uns aus diesem Grund für das 19 Millimeter starke Armaflex. Weiter unten gibt es mehr Informationen zum Einkleben des Materials und die Dämmung von unserem Fußboden im Camper.

Holzleisten für den Aufbau der Bodenplatte im Camper

Das Grundgerüst wird aus einfachen zugesägten Holzleisten (Rahmenholz 34 mm x 54 mm) entstehen, die auf den Karosserieboden geklebt werden. Deine Höhe der Holzleisten sollte auf jeden Fall höher sein wie das von Dir verwendete Dämmmaterial. Warum? Somit wird das Dämmmaterial vor dem Zerdrücken geschützt und behält seine hervorragende Eigenschaft zum Dämmen.

Falls bei Dir Sitzbank-Halteplatten eingebaut sind und diese über dem Dämmmaterial herausschauen, ist das Dein höchster Punkt und auch Anhaltspunkt. Die Höhe der verwendeten Holzleisten für Deine Bodenunterkonstruktion, müssen dann entsprechend höher sein, damit der Boden mindestens die Höhe der Halteplatten entspricht. So liegen die Holzplatten für den Fußboden eben auf den Holzleisten und nicht auf den Sitzbank-Halteplatten. Damit ist eine optimale Verschraubung von Bodenplatte in die aufgeklebten Holzleisten gewährleistet.

Die Breite der Holzleisten hängt von der Struktur des Karosseriebodens ab. Diese solltest Du so auswählen, dass diese noch gut in die größeren Rillen im Karosserieboden hineinpassen. Für eine bessere Stabilität müssen die Holzleisten bündig mit der Karosserie aufliegen. So hat später der Sikaflex Kleber mehr Fläche zum Herstellen einer wirklich stabilen Klebefläche. Vorher also messen, bevor Du in den Baumarkt fährst oder online das Material bestellst.

Die Höhe der Bodenplatte

Die Höhe der von mir benutzten Holzlatten beträgt 34 mm. Die Multiplex-Platte, welche den aufgeschraubten Boden darstellt, hat eine Stärke von 12 mm. Der PVC-Boden, der den Abschluss der Bodenplatte darstellt, ist circa 2 mm dick. Somit ist die Bodenplatte 48 mm hoch. Ich musste die Höhe der Holzlatten von 34 mm wählen, aufgrund der vorhandenen Bodenanker im Campingbus, von den ehemaligen Sitzbänken. So wird die Bodenplatte natürlich höher, wie es VW im Bus vorgesehen hatte.

Aufgrund der Erhöhung passen die originalen Kunststoffverkleidungen an der Schiebetür und an der Heckklappe nur noch bedingt. An der Heckklappe ließ sich das Problem mit längeren Schrauben beheben und die Verkleidung ließ sich wieder passend anschrauben. An der Schiebetür entstand eine Lücke unter der Kunststoff-Trittstufe. Dort klebte ich deshalb Holzleisten drunter wie in der Holzunterkonstruktion, damit wir stabil auf die Trittstufe steigen können. Die Lücke zwischen Karosserie und Trittstufe kann anschließend noch mit einer Blende verkleidet werden.

Bodenplatte Erhönung an der Trittstufe bei VW Bus
Die roten Pfeile markieren die gemeinte Lücke. Stört und von oben gesehen nur wenig. Sie lässt sich aber mit einer Blende verschönern.

Erste Schritte zum Anpassen der Holzleisten

Jetzt geht es ans Sägen. Leisten werden angepasst, angezeichnet und zurecht gesägt. Anschließend werden die vielen kleinen Holzleisten auf der Fläche der Karosserie im Camper verteilen. Überprüfe, dass alle Leisten dieselbe Höhe haben, damit die Bodenplatte später eben aufliegen kann. Versuche Schwachstellen im Voraus zu erkennen und diese gleich auszubessern.

Bau der Konstruktion der Bodenplatte für den Camper Ausbau.
Das zurecht geschnittene und imprägnierte Holz, wird auf dem Karosserieboden im VW Bus aufgeklebt.

Holzleisten Imprägnieren / Schützen

Wenn Du mit dem Ergebnis der Aufteilung zufrieden bist, ist es jetzt noch wichtig Dein Holz zu schützen. Dafür eignet sich Holzimprägnierung oder ein natürliches Leinöl*. Achte bitte darauf, dass die Imprägnierung für Innenräume geeignet ist. Damit schläft es sich in Deinem Camper gesünder.

Nach dem ersten Anstrich die Holzleisten trocknen lassen. Es empfiehlt sich nach dem Trocknen eine zweite Schicht aufzutragen. Vor dem Einkleben in Deinen Camper die Holzleisten gut trocknen lassen.

Holzleisten mit Sikaflex auf die Karosserie im Camper aufkleben

Das Holz ist bereit zum Einkleben und imprägniert? Okay, dann zuvor noch den Boden der Karosserie richtig gut reinigen und fettfrei machen. Ich verwendete Bremsenreiniger* und Spülmittel. Jetzt eine Holzleiste nach der anderen mit Sikafelx 554* beschmieren und gut an der gewünschten Stelle auf die Karosserie andrücken. Nachdem Du mit dem aufkleben fertig bist, beschwere alle Holzleisten. Nehme Ziegelsteine oder andere Gegenstände zum Beschweren. Warte für 24 Stunden, bevor Du die Festigkeit Deiner Holzleisten testest.

Nach der vorgegebenen Wartezeit des Herstellers, sollte es jetzt möglich sein, Deinen Camper an dem aufgeklebten Holz abzuschleppen. Zu Testzwecken klebte ich eine zusätzliche Holzleiste mit auf die Karosserie. Am nächsten Tag probierte ich mit aller Gewalt diese abzubekommen… No Way! Ich bin von der Kraft des Klebers beeindruckt. Die extrem stabile Grundkonstruktion wäre damit fertig und meine selbst gebauten Camper-Möbel finden hier im späteren Verlauf vom Ausbau optimalen Halt.

Zusätzlich mit Primer beim Kleben arbeiten?

Es gibt für Dich die Möglichkeit zusätzlich mit einem Primer* beim Kleben zu arbeiten, damit eine noch bessere Klebeverbindung entsteht. Ich verwendete keinen Primer bei der Bodenplatte, da ich es nicht für nötig halte. Bis heute gab es keine Probleme. Der Primer kommt jedoch bei mir zum Einsatz, wenn ich etwas an der Außenkarosserie am Wohnmobil befestige. Damit unterstützte ich den Anbau der Fiamma Markise und dem Solarmodul auf dem Dach des Campers. Vergesse nicht, dass Du die Verantwortung dafür trägst, was Du an Deinem Camper anbaust. Das sollte alles extrem fest kleben!

Fußboden Dämmung im Camper mit Armaflex

Damit die Kälte oder auch die Wärme von Außen nicht durch den Fußboden in Deinen Camper drückt, kommt jetzt eine Dämmung dazu. Der nächste Schritt ist also, zu dämmen. Die Firma Armacell bietet dafür zwei für den Camper-Selbstausbau ideale Dämmmatten an. Einmal das Premium-Produkt Armaflex AF* und einmal das ebenso für den Camper-Ausbau geeignete und etwas günstigere Armaflex XG*. Warum diese zwei Produkte für den Camper-Selbstausbau und nicht das fälschlicherweise oft benutzte Armaflex ACE*, erkläre ich im Artikel über die Dämmung.

Wir schneiden das Armaflex so zurecht, dass es in die Lücken der aufgeklebten Holzleisten passt. Das Schneiden von Armaflex klappt angenehm mit einem Cuttermesser oder einer Schere. Die Karosserie vor dem Aufkleben unbedingt erneut reinigen, bevor Du das Dämmmaterial aufbringst. Achte darauf, dass das Armaflex bündig mit den eingeklebten Holzleisten abschließt. Je besser Du dämmst, umso weniger Kältebrücken (Wärmebrücken) entstehen in Deinem Camper. Warum gutes dämmen wichtig ist für Deinen Camper Ausbau, erkläre ich ebenfalls in dem Artikel über die Dämmung im Camper.

Der Camper Fußboden wird isoliert mit Armaflex.
Zwischen den Holzleisten wurde mit Armaflex gedämmt

Die Camper Bodenplatte aus Birken Multiplex-Platten

Als Material für die Bodenplatte entschied ich mich für zwölf Millimeter starke Multiplex-Platten aus Birke*. Siebdruck-Platten wäre ebenso gegangen. Siebdruck ist widerstandsfähiger gegen jegliche Art von äußeren Einwirkungen wie Wasser und Stößen. Die Siebdruck-Platte kostet deswegen auch mehr. Die Entscheidung fiel trotzdem auf die „nur“ Multiplex-Platte aus Birke.

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Zuletzt aktualisiert am 6. April 2024 um 6:36 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

Ich hatte noch genügend Imprägnierung zum Anstreichen auf Lager. Und ein PVC Bodenbelag wird am Ende die Bodenplatte von oben gegen alle möglichen Einflüsse schützen. Das Aufbaukonzept funktioniert nun seit 4 Jahren in der Praxis tadellos.

Die eingebaute Bodenplatte im Camper.
Die drei Multiplex-Platten, die auf der Holzkonstruktion aufgesetzt wurden.

Einbau der Bodenplatte für den Camper

Je größer das Fahrzeug, umso mehr Material wird verbaut. Angesichts dessen habe ich für unseren T5 Transporter mit langem Radstand die Bodenplatten auf drei Teile aufgeteilt. Damit konnte ich die Platten handlicher verarbeiten und besser einbauen.

Als Schablone für die neue Holz-Bodenplatte kam der alte „Gummi-Kunststoff-Boden“ aus dem T5 Transporter zum Einsatz. Selbst mit Schablone musste ich die drei Bodenplatten gefühlte 100-mal in den Camper hinein und zum Nachbessern wieder hinaustragen. Es wird seine Zeit dauern, bis Du mit Deinen Vorstellungen zufrieden bist.

Zum Aussägen der Rundungen und Ausschnitte benutze ich die Stichsäge*. Für längere gerade Schnitte die Tauchkreissäge*. Die Tauchkreissäge wurde für mich bei meinem Camper-Ausbau Projekt zu einem der wichtigsten Werkzeuge. Ich empfehle Dir zwei Führungsschienen dazuzunehmen (gibt es auch im Set), um auch längere Strecken ohne absetzen sauber und gerade sägen zu können.

Du solltest Dir vor dem Einbau der Bodenplatten auf die Holzunterkonstruktion, die Positionen der darunterliegenden Holzleisten merken oder markieren. Damit wird das Festschrauben der Bodenplatte einfacher. Sobald die Bodenplatte einmal auf den Holzleisten liegt, sieht Du nicht mehr, was darunter liegt und somit nicht die Holzleisten, wo Du gerne die Bodenplatte festschrauben möchtest.

Gewinde in der Bodenplatte durch Einschlagmuttern

Du möchtest später Möbel, Bett oder andere Dinge an der Bodenplatte mit Schlossschrauben befestigen, für den schnellen wieder Ausbau oder zur besseren Befestigung?

Mit Einschlagmuttern* bekommst Du die Möglichkeit, Gewinde in Deine Bodenplatte einzuschlagen. Nachteil, Du musst vorher schon wissen, wo Möbel und Bett exakt stehen werden. Denn, die Einschlagmuttern werden von unten in die Bodenplatte eingetrieben. Also bevor Du die Bodenplatte fest einbaust, müssen die Gewinde gesetzt werden. Wenn Du später noch einen zusätzlichen Bodenbelag auslegst, verschwinden darunter die eingeschlagenen Gewinde und Du musst sie dann unter dem Belag finden und freilegen für die Benutzung.

Das Einschlagen der Einschlagmuttern ist recht simpel. Du bohrst ein entsprechend großes Loch, je nach stärke vom Gewinde der Einschlagmutter in die Bodenplatte. Nicht zu groß und nicht zu klein bohren. Die Einschlagmutter muss gerade so hineinpassen. Nach dem Einsetzen jetzt noch ein paar kräftige Schläge mit dem Hammer und fertig. Leg ein Stück Holz zwischen Einschlagmutter und Hammer. So verhinderst Du Schäden an der Bodenplatte durch den Hammer.

PVC Bodenbelag für den Fußboden im Camper

Ein PVC Bodenbelag war für uns die beste Wahl, um die unterliegende Bodenplatte vor Nässe und Schäden zu schützen. Feuchtigkeit und Abnutzung auf dem Fußboden im Camper lassen sich auf einer Reise schwer vermeiden. Wir entschieden uns für ein PVC Vinyl-Bodenbelag in einer Holzoptik aus Eiche*.

Neben der Langlebigkeit bietet der PVC-Boden auch einen Vorteil in der Hygiene. Das Reinigen geht einfach und unproblematisch. Es ist dem Boden egal, was darauf verschmiert oder verkippt wurde. Du bekommst ihn im Handumdrehen mit Wasser und Lappen wieder sauber. Der gut ausgewählter PVC Boden bringt sogar mit seinem Motiv mehr Wohnlichkeit in das Wohnmobil.

Den PVC-Belag vor dem Einbauen zuerst „Entspannen“ lassen

Bevor Du den PVC-Belag zurechtschneidest, lass ihn ein paar Stunden ausgerollt liegen, damit dieser sich komplett entspannen kann. Vor allem nach einem längeren Lagern im eingerollten Zustand ist das ein wichtiger Schritt. Somit gibst Du dem Material die Zeit, um sich an den ausgerollten Zustand anzupassen.

PVC-Belag Zuschneiden

Als Nächstes rolle den PVC-Belag im Camper aus und schneide die gewünschte Form zu. ACHTUNG! Lieber zu Beginn nicht zu viel abschneiden, denn was einmal weg ist, ist auch weg! Ich spräche aus Erfahrung. Mit einem Cuttermesser die Ecken, Kanten und restlichen Seiten anpassen. Nimm Dir für diesen Schritt genügend Zeit, damit der Boden am Ende schön bündig mit der Karosseriewand im Camper abschließt.

Der Camper Fußboden mit PVC Bodenbelag.
Der eingeklebte PVC-Boden

Den PVC-Boden Festkleben

Es gibt verschiedene Klebevarianten, die Du verwenden kannst. Ich entschied mich für die einfachste und effektivste. Doppelseitiges Klebeband für Teppichböden. Das Klebeband funktioniert hervorragend auf dem Holzuntergrund und stellt eine gute Klebeverbindung mit dem PVC-Bodenbelag her.

Meine Vorgehensweise war wie folgt. Als Erstes den im Camper ausgerollten PVC-Bodenbelag wieder einrollen und an ein Ende der Bodenplatte legen. Das doppelseitige Klebeband direkt vor dem eingerollten PVC-Belag aufkleben und anschließend nun langsam den ersten Teil vom PVC-Boden auf das Klebeband abrollen. Jetzt wieder Doppelseitiges-Klebeband anbringen und erneut ein weiteres Stück abrollen. So klappt das Stück für Stück über die gesamte Fläche und der Boden sollte am Ende zudem passgenau ausgelegt sein.

Wir haben damit eine praktische und stabile Bodenplatte aus Holz, die durch einen hübschen PVC-Bodenbelag geschützt ist. An dieser Bodenplatte können jetzt Möbel, Bett und andere Ding einfach mit Holzschrauben befestigt werden. Und das Beste, die Karosserie bleibt verschont.

PVC-Belag für den Camper-Ausbau
Der fertige PVC-Boden im fortgeschrittenen Ausbau-Zustand
PVC-Bodenbelag für den selbstgebauten Fußboden im Camper
Der PVC-Bodenbelag im Eingangsbereich

Genieße, bleib motiviert und träume weiter von Deinem eigenem Camper!

Betrachte mit Stolz Deine geleistete Arbeit. Du bist wieder einen Schritt weiter gekommen. Dass etwas schiefläuft, ist völlig normal! Nimm es mit einem Lächeln und bleib mit Freude und Begeisterung an Deinem Projekt!


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Bodenplatte in den Camper einbauen

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60 Kommentare zu „Bodenplatte für den Camper Ausbau selbst bauen“

  1. Hallo Björn, ich bin gerade dabei, meinen Bus auszubauen und habe dafür rohe Dachlatten für unter die Bodenplatte gekauft, die dann entsprechend verklebt und die Zwischenräume dann mit Armaflex ausgefüllt werden sollen. Du schreibst ja, dass Du Deine Holzkonstruktion mit Leinöl imprägniert hast (2x), es sieht allerdings so aus, als hättest Du gehobelte, also nicht rauhe, Leisten verwendet. Klappt das Imprägnieren aus Deiner Sicht auch mit den rohen Latten und hält denn das imprägnierte Holz dann mit Sikaflex auf dem Blechboden? Danke für Deine Hilfe.

  2. Hallo Björn,
    Danke für deine sehr interessanten Beschreibungen speziell wie man die Bodenplatte verklebt.
    Aber ein paar Dinge sind mir nicht ganz klar.
    Wie trägst du den Sikaflexkleber auf das Holz auf, eine gerade Linie oder mehrere gerade Linien oder schlangenförmig.
    Wieviel Kartuschen (300 ml) hast du dafür verbraucht?
    Wie dick ist deine Klebeschicht nach dem Andrücken 1 mm, 2 mm oder mehr? Wenn ich das Sikaflex Datenblatt richtig verstanden habe sollte man die Klebeschicht nicht ganz zusammendrücken.
    Da ich mit Sikaflex noch keine Erfahrung habe würde ich mir gerne allzuviel rumprobieren ersparen.
    Mach weiter so.

    Michael

    1. Hallo Michael,

      ich bringe den Kleber meist schlangenförmig auf, da ich so meiner Meinung nach den Großteil der Fläche mit dem Klebstoff bedecken kann beim Andrücken. Richtig, zu viel Klebemasse ist bei keinem Kleber zielführend, da bei einer zu dicken Schicht, die Klebekraftwirkung schnell nachlassen kann. Wenn Du die Kartuschenspitze nicht zu weit hinten abschneidest, dann ist die Menge kein Problem. Zuwenig ist natürlich auch nichts. Bei ungefähr 1 mm bist Du in meinen Augen auf der guten Seite, die Höhe kommt aber auch erst bei mir durch das Andrücken. Und wie Du ebenfalls schon erwähnt hast, würde bei einem zu starken Andrücken zu viel Montagekleber an den Seiten wieder hinausdrücken. Die frisch aufgeklebten Holzleisten für die Holzunterkonstruktion beschwerte ich trotzdem über Nacht etwas, was dem Ergebnis guttat. Die Bodenplatten selbst verschraubte ich dann auf der Holzunterkonstruktion nach der Trocknung. Die exakte Anzahl der benötigten Kartuschen, kann ich Dir leider nicht sagen, da ich den Konstruktionskleber für viele weitere Projekte am Fahrzeug verwendete und ich so auf den Verbrauch „nur“ für die Bodenplatte nicht geachtet habe.

      Beste Grüße
      Björn

  3. Moin Björn,
    also halt der gesamte Boden nur durch das Aufkleben der Hölzer, da würde nichts festgeschraubt am Unterboden?
    Das wäre ja eine coole Lösung.

    Und hast du eine Heizung verbaut?
    Und zufällig Erfahrungen mit den Chinaheizungen?
    BG
    Hauke

    1. Hallo Hauke,

      ja, richtig, die Fußboden-Unterkonstruktion ist nur mit Konstruktionsholz auf der Karosserie aufgeklebt. Mit dem richtigen Kleber und genügen Auflagepunkten überhaupt kein Problem. Der Einbau ist jetzt über 4 Jahre schon her und alles klebt immer noch dort, wo es auch eingebaut wurde.

      Zum Thema China-Heizungen kann ich nur so viel sagen, dass diese auf jeden Fall ein CE Prüfzeichen besitzen müssen. Ohne Prüfzeichen wird Dir der TÜV das Fahrzeug ansonsten aus dem Verkehr ziehen oder bei einem Brandschaden, die Versicherung Probleme bereiten. Mein persönlicher Tipp ist, greife zur Autoterm Air 2D. Die ist robust, langlebig, top Preisleistungsverhältnis und Du kannst diese auch selbst Einbauen, ohne einen Garantieverlust.

      Beste Grüße
      Björn

  4. Hallo Bjoern,

    Viel Wissen, viel praktische Tipps. Congrats!

    Zwei Fragen (von vielen 🙂 ].
    1. Das Gefährt muß extreme Temperaturschwankungen aushalten – von vielleicht minus 10° draußen im Winter bis +40° im südeuropäischen Sommer. Die verschiedenen Materialien haben sicherlich stark unterschiedliche Ausdehnungskoeffizienten (Blech, dehnt sich bei Hitze, natürliches Holz, schrumpft bei Hitze , verleimte MPX-Platten). Hast du Abstände gelassen zwischen Bodenplatte und dem Blech der Außenhaut? Verfüllt oder offen? Hattest du Probleme mit der festen Verschraubung von Bodenplatte + Möbeln bzw. Unterkonstruktion? Ich bin unsicher, ob ich die Möbel an den Längsträgern UND der Bodenplatte fixieren soll.

    2. Trotz deiner Proben mit der Festigkeit des Klebers bin ich im Zweifel über die Verbindung ‚Innenausbau‘ vs. Karosseriehaut. Bei einer Vollbremsung muß ja die ganze Masse des Innenausbaus mit abgebremst werden (vielleicht 200 kg, aus 100 km/h), die allein vom Kleber in Position am Blech fixiert ist – zumal dann, wenn man an den Rändern Dehnfugen läßt. Ich möchte deshalb die Bodenplatte einseitig vorn an meiner Trennwand festschrauben. Einseitig wegen der Temperaturausdehnung, die nach hinten und zur Seite möglich sein soll (nach dem Prinzip Festlager/Loslager bzw. wie bei den Brücken mit Dehnfuge an einer Seite). Was denkst du, und wie würdest du deine Erfahrungen beschreiben?

    1. Hallo Wilhelm,

      lieben danke für Deine zwei Fragen zur Bodenplatte. Wie ich lese, hast Du Dich schon ziemlich intensiv mit dem Thema beschäftigt. Deine Gedankengänge sind hier sehr tiefgründig, was ich fantastisch finde. Du hast schon viele Faktoren aufgezählt, die bei einem Selbstausbau zu tragen kommen. Ich werde jetzt, wie gewünscht, mal meinen Senf dazu geben. Falls ich eine andere Ansicht haben wie Du, dann bitte nicht irritieren lassen, Dein Weg kann trotzdem der bessere sein.

      Zu Frage 1:

      Bei den Temperaturschwankungen hast Du vollkommen recht, ich würde sogar noch einen Schritt weiter gehen und behaupten, dass diese Schwankungen am Blech weitaus größer sind. Im Sommer können an der Fahrzeugkarosserie locker 70 °C entstehen, daher ist die Verwendung von einem hervorragenden Konstruktionskleber in meinen Augen ein entscheidender Faktor. Wobei wir jetzt schon beim passenden Thema sind, nämlich die Verbindung zwischen meiner Karosserie und der Holzbodenunterkonstruktion. Ein guter Konstruktionskleber, der auch im Fahrzeugbereich verwendet wird, wird nie zu 100 % in seinen dehnbaren Eigenschaften fest, sondern ist auch nach der fertigen Klebeverbindung weiterhin in einem gewissen Grad flexibel. Das dämmt einmal die Vibrationen beim Fahren und zum anderen passt es sich Materialveränderungen an.

      Meine Bodenplatte ist auf mehreren unterschiedlich langen Holzleisten angebracht, die wiederum an vielen Punkten auf dem Fahrzeugboden aufgeklebt wurden. Auf die Holzleisten wurde dünnes Dämmmaterial geklebt, bevor die Bodenplatte hier aufgesetzt und verschraubt wurde, damit nicht Holz auf Holz arbeitet und quietscht. Der Einbau war im Jahr 2018, womit wir dieses Jahr mittlerweile ins 5. Lebensjahr der Bodenplatte starten. Alles ist noch da, wo es sein soll. Zudem nutzen wir unseren Bus auch als Alltagsfahrzeug. Auf Tour geht es dank Allrad sogar manchmal in leichtes Offroad Gelände, wo wir gut durchgeschüttelt werden. Die eine oder andere Vollbremsung hat der Bulli auch schon hinter sich, dank Fuchs und Reh. Es fliegen dabei zwar einige lose Gegenstände durch die Gegend, aber Möbel und Bodenplatte sind bis jetzt immer an ihrem Einbauort geblieben. Der Holz-Einbau ist bis jetzt „Teu Teu Teu“, immer noch da, wo er sein soll.

      Meine Gedanken waren zu Beginn auch wie bei Dir, ob sich das nicht alles verzieht oder sonst wie verändert und Türen, sowie Schubladen nach Monaten oder Jahren anschließend nicht mehr richtig funktionieren und schließen. Bis jetzt muss ich aber ehrlicher weiße sagen, dass alles immer noch so funktioniert, wie zu Beginn und ich damit mehr als positiv überrascht bin. Ob ich einfach nur Glück hatte oder meine Kombination funktioniert, ist jetzt natürlich reine Spekulation.

      Zu Frage 2:

      Deine Zweifel sind mit Sicherheit berechtigt, was die Festigkeit anbelangt der Konstruktion. Wie aber oben beschrieben, ist trotz Vollbremsungen, Offroad und nun mittlerweile über 60.000 Kilometer mit der Konstruktion, alles immer noch so, wie es sein soll nach nun fast 5 Jahren Einsatz. Aktuell habe ich auch keine Verbesserung oder Veränderung an der Grundkonstruktion geplant. Ich habe gelernt, was einmal funktioniert, sollte man am besten so lassen :-).

      Die Bodenplatte ist, wie oben beschrieben, nur am Boden auf den Holzleisten befestigt. Am Rand zur Karosserie ist kein Kleber, sondern nur eine Schicht Silikon, um auslaufendes Wasser oder andere Flüssigkeiten dran zu hindern, unter die Bodenplatte zu laufen.

      Die Möbel auf der linken Seite sind an der Bodenplatte und an den Seitenwänden fixiert. Die Möbel auf der linken Seite sind zudem mit dem Bett verbunden. Das Bett ist an der Bodenplatte wiederum fixiert. So kommt eine L Konstruktion bei mir zustande, wo der Innenausbau am Boden (hier sind die meisten Ankerpunkte) und an der linken Seitenwand befestigt ist. Damit ist immer noch gewährleistet, dass nach rechts und nach oben Spielraum zum Ausdehnen vorhanden sind.

      Deine Überlegung mit der Befestigung an der Stirnwand kann funktionieren. Deine Möbel werden denke ich auch höher gebaut, sodass sie fast oder bis zur Decke anstoßen? Mein Gedankengang dazu ist, ob es am Heck Schläge geben kann bei Schlaglöchern und ob es auch so sicher ist, wenn Du Dich mal, was wir nicht hoffen, mit dem Fahrzeug überschlagen solltest.

      MEIN FAZIT:

      Du bist mit Deinen Gedankengängen auf jeden Fall auf einem hervorragenden Weg, egal, wie Du Dich am Ende entscheidest. Sowohl Holz, Konstruktionskleber und Blech haben einen gewissen Spielraum, den sie nachgeben. Wobei ich immer noch überzeugt bin, ein optimaler Konstruktionskleber, wie der Sikaflex, funktioniert wie eine Dehnungsfuge zwischen den Materialien und unterstützt Dich somit positiv bei Deinem Ausbau. Ich denke, bei mir funktioniert es auch, wegen der angesprochenen L-Konstruktion, da nicht zu allen Seiten abgespannt ist. Die Bodenplatte ist „nur“ auf vielen Holzleisten nach unten befestigt und hat somit Platz sich seitlich auszudehnen.

      Ich wünsche Dir für Deinen weiteren Ausbau viel Erfolg und natürlich Spaß. Gerne darfst Du uns hier Deinen finalen Weg mitteilen, das würde mich und wahrscheinlich auch viele Leser unglaublich freuen und hilfreich finden.

      Beste Grüße
      Björn

      1. Moin Björn,

        erstmal wirklich vielen Dank dafür, daß du deine Überlegungen und – vor allem – deine mehrjährigen Erfahrungen hier darstellt.
        Meine eigenen Ideen sehen im Moment so aus: Lattenrost aufkleben, Sicken mit 8mm Kork verfüllen, „Fächer“ des Lattenrostes mit Armaflex AF auslegen, Bodenplatte aus Birkensperrholz (Idee von dir!) mit den Latten verschrauben, und dann das ganze Paket vorne an der Trennwand und auf der Linken Seite ‚fest‘ an der Karrosse fixieren. ‚Fest‘ in Häkchen, weil ich auch dort ein minimales Spiel zulassen will, indem ich Langlöcher in die Alu-Winkel reinfeile.
        Ob das alles schlau ist – werde ich in ein paar Jahren wissen.

        Nochmals vielen Dank und viele schöne Reisen mit wenig Ärger. Ich werde mir sicherlich noch mehr schlaue Ideen von deiner website stibitzen.
        Wilhelm

  5. Hallöchen 🙂
    Wir haben jetzt unsere T5 Transporter und sind fleißig am bestellen und ausbauen. Wir stehen aber vor einem kleinen Rätzel: wir wollen/müssen die Bodenplatte ausbauen, wissen aber nicht wie 😉 Bzw. mit welchen Schlüssel… er hat diese typischen Zerrmulden. Ja ich könnte zur Werkstatt fahren und mir einen Schlüssel ausleihen, dachte aber ich bekomme einen Hinweis bei Google, damit ich mir einen Weg ersparre. Kannst du mir weiterhelfen???

    LG Franzi

    1. Hallo Franziska,

      um Deine Zerrmulden lösen zu können, benötigst Du einen sogenannten „Innenvielzahn-Bit„. Im Artikel über die Dämmung im Camper Ausbau gehe ich auf dieses Problem gleich im ersten Abschnitt darauf ein inklusive Link zu den Bits, die ich ebenfalls verwende. Diese Variante von Bits taucht im VW Bus immer wieder mal auf, so das Du sie viellecht noch öffters brauchen wirst.

      Ich hoffe, dass ich Dir somit weiter helfen durfte. Wünsche Euch weiterhin viel Erfolg und Spaß beim Ausbau.

      Liebe Grüße
      Björn

      1. Hallo Björn,
        es tut mir leid. Ich habe deinen Blog studiert 😉 aber diesen Link habe ich echt überlesen…. DANKE DANKE DANKE…
        Diese kleinen Dinge sind schon bestellt 😉

        Liebe Grüße!

    2. Hallo Franziska,
      Es handelt sich um einen sogenannten Vielzahn. Beim Bulli sind einige Schrauben mit Vielzahn verbaut. Aus diesem Grund kannst du dir gern ein kleines Set Vielzahl Nüsse als Ergänzung zu deinem, sicherlich vorhandenen, Nusskasten bestellen. Die wirst du sicher hin und wieder brauchen.

      LG Ronny

  6. Lieber Björn,

    Bin, wie auch schon andere vor mich, total dankbar für diesen großen Wissensschatz, den du da mit uns teilst! Das hilft mir gerade so viel weiter…

    Ich bin in der Informations-Sammel-Phase bevor es an den Ausbau von meinem T4 geht. Da ich nur im Sommer campen gehen werde, würde ich die Dämmung mit Armaflex o.ä. eigentlich auslassen wollen, gibt es aus deiner Sicht Gründe, das trotzdem zu machen? Ich denke mir hald, dass ich v.a. keine Isolierung gegen Kälte brauche aber vielleicht gibt es ja gute Argumente, trotzdem zu dämmen. Mein Van hat hinten an beiden Seiten und Heck Fenster, das heißt wenn dann könnte ich eh nur den Boden wirklich dämmen.

    Freu mich sehr auf deine Einschätzung!

    Alles Liebe und nochmal ein riesengroßes Danke für deine Arbeit!
    Hannah

    1. Hallo Hannah,

      es freut mich wirklich sehr, dass Du hier den einen oder anderen Tipp verwenden kannst und somit Dein Projekt voranzutreiben.

      Zu Deiner Frage um die Dämmung: Grundsätzlich musst Du nicht unbedingt dämmen. Es würde auch so klappen. Das Dämmen hat die Aufgabe, die Temperatur im Fahrzeug besser zu „regulieren“. Somit soll der Aufenthalt im Innenraum angenehmer werden, da die Metall-Dose Van sowohl schnell auskühlt, als auch sich sehr schnell aufheizt. Du dämmst somit nicht nur gegen die Kälte im Winter, sondern auch gegen die Wärme im Sommer, damit sich das Fahrzeug nicht zu extrem aufheizt. Warm wird es aber im Hochsommer trotzdem.

      Auch wenn Du Fenster hast, kannst Du den Dachhimmel, Boden und die Seiten um die Fenster Dämmen. Die Fenster gehen nicht bis zum Boden, somit könntest Du ebenfalls darunter dämmen. Natürlich sind die Fenster die größte Schwachstelle für Hitze und Kälte. Diese sollten ebenfalls mit Schutz wie Thermomatten ausgerüstet werden, ansonsten würde das ganze Dämmen nicht viel bringen.

      Du kannst es auch nur mit dem Schutz der Fenster probieren, wenn Du nicht so Hitze anfällig bist. Ich persönlich mag es etwas kühler, somit ist für mich auch die Dämmung für den Sommer noch fast wichtiger, wie für den Winter. Aber das ist wirklich Geschmackssache. Wie gesagt, Du musst nicht wirklich dämmen. Jedoch bringt eine Dämmung und Schutz an den Fenstern ein angenehmeres Klima im Fahrzeug.

      Ich wünsche Dir jetzt schon einmal einen tollen Start für Dein T4 Ausbau Projekt und freue mich, wenn Du wieder vorbei surfst.

      Liebe Grüße
      Björn

      1. Danke dir sehr für die hilfreiche Antwort! Ich hab mich jetzt gegen das Dämmen entschieden, mal schauen, wie 3s im Sommer in Griechenland wird 😉 Bin sicher noch öfters auf deiner Seite unterwegs 👍

        1. Hallo Hannah

          Probieren geht über Studieren, so oder so ähnlich heißt es doch immer so schön. Von daher machst Du das schon richtig, wenn Dir das Dein Gefühl sagt, probiere es aus.
          Ich wünsche Dir einen schönen Urlaub und freue mich natürlich, wenn Du wieder auf Bären Squad unterwegs bist und vielleicht Deine Erfahrugn mit uns teilst.

          Liebe Grüße
          Björn

  7. Servus Björn,

    zuallererst: Vielen Dank für deinen ausführlichen Blog und das Teilen deiner Erfahrungen! Meiner Freundin und mir hat das Lesen deiner Beträge wirklich sehr geholfen und wir fühlen uns nun zumindest ein klein wenig sicherer den Camper-Umbau (möglichst) reibungslos über die Bühne zu bekommen 🙂

    Da wir gerade dabei sind, unseren T6 für den Einbau eines neuen Bodens vorzubereiten, stellten sich uns noch 1-2 Fragen…wenn meine Berechnungen einigermaßen stimmen, werden wir an die 15m Holz für die Lattung verarbeiten. Nun stellt sich mir allerdings die Frage wie ergiebig die Holzimprägnierung ist bzw wie viele Tuben Sikaflex ich für diese Menge benötige…
    Kannst du uns dabei weiterhelfen?

    Wie viel Holzimprägnierung bzw Sikaflex hast du beim Bau deiner Unterkonstruktion verarbeitet?

    Vielen Dank im Voraus und beste Grüße,

    René

    1. Servus René,

      super das ich euch mit dem Blog Mut machen durfte für Euren T6 Ausbau. Motivation ist ja schon die halbe Miete ;-).

      Wie viel Sikaflex ich exakt nur für den Boden verwendet haben, das kann ich Dir leider nicht genau sagen. Ich hatte mehrere Kartuschen auf Lager, da ich diese an mehreren Stellen eingesetzt habe. Beim Verbrauch kommt es auch darauf an, wie groß Du die Kartuschenspitzen (Silikontüllen) aufschneidest. Beim Boden würde ich schon schauen, das genügend Material aufgetragen wird… natürlich ist zu viel auch wieder nichts. Ob es mehr wie eine Kartusche wird, schwer zu sagen. Mehr wie zwei sollten es aber nur für den Boden nicht sein.

      Zudem ist es eigentlich nicht verkehrt eine Zweite Kartusche auf Lager zu haben. Die hält ne ganze Weile, selbst wenn Du sie einmal angebrochen hast. Nach dem Gebrauch drehst Du einfach eine Schraube in die Kartuschenspitze, so trocknet der Kleber nicht aus und ist noch Monate lang weiter einsatzbereit.

      Bei der Imprägnierung habe ich eine 500 ml Dose verwendet. Das Holz wurde zweimal damit bearbeitet. Es blieb noch was übrig, was ich dann jedoch gleich für den Holzrahmen für die Dachluke und andere Dinge verwenden konnte.

      Da es aktuell noch manchmal kühler ist, denke bitte daran, dass die Verarbeitungstemperatur von Sikaflex 252i erst ab 10° Grad beginnt.

      Ich wünsch Dir und Deiner Freundin weiterhin viel Spaß bei eurem Camper Ausbau.

      Liebe Grüße
      Björn

  8. Hi Björn!

    Dein Blog ist genau, was meine Schwester und ich gesucht haben. Uns steht unser Camperausbau der VW Caddy Maxi bevor. Kannst du uns zur Orientierung verraten, wie viel Holz du für die Holzleisten genutzt hast?

    Liebe Grüße
    Joana

    1. Hi Joana,

      super, dass ich Euch zwei weiterhelfen darf.
      Zum Thema Holzleisten und wie viel Meter ich genau genutzt habe, kann ich dies nicht mehr so exakt sagen. Es waren circa 12 bis 14 Meter insgesamt an Holzleisten nur für die Unterkonstruktion der Bodenplatte (langer Radstand). Ihr könnt auch versuchen bei Euch die nackte Bodenplatte an den Stellen abzumessen, wo ihr Holzleisten anbringen wollt. So bekommt ihr die für Euch passende Meter Anzahl.

      Ich wünsche Dir und Deiner Schwester viel Freude und gutes Gelingen beim Camper Ausbau.

      Liebe Grüße
      Björn

  9. Hallo Björn,
    danke für Deinen Blog und die Informationen.
    Spricht was dagegen wenn ich auf dem Fussboden zwischen den Latten Styropor benutze und kann ich auf die Latten direkt Laminat ohne Zwischenplatte verlegen ?

    Grüße Max

    1. Hi Max,

      mit Styropor zu Dämmen ist in meinen Augen nicht das optimale in einem Camper. Für den Fußboden könnte es allerdings klappen. Da hier die Rundungen der Karosserie eigentlich keine Probleme mit unflexiblen Materialien wie mit Styropor darstellen. Jedoch sollte das Material direkt auf der Karosserie aufliegen. Denk bitte daran, das Styropor keine so gute Feuerfestigkeit besitzt.

      Einen Bodenbelag ohne einem festen Untergrund auszulegen, würde ich Dir nicht empfehlen. Das Styropor hat keinen ausreichenden Schutz durch Druck, nur alleine durch einen PVC Bodenbelag. Daneben würde es auch Probleme mit schweren Aufbauten wie Schränke und Bett geben. Du zerstörst halt auf Dauer Deine Dämmung und bekommst keine Stabilität auf Deine Bodenoberfläche. Zudem kann es zu unangenehmen Quietschgeräuschen kommen, die durch das Reiben am Styropor erzeugt werden, wenn kein stabiler Zwischenboden eingebaut ist.

      Ich wünsche Dir weiterhin viel Spaß und gutes Gelingen.

      Liebe Grüße
      Björn

      1. Hallo Björn vielen Dank für deine Antwort und Deine Tipps. Leider muss ich meine Pläne ändern da ich ein Teil vom alten Fussboden nicht rausbekomme. War ein Rettungwagen und es sind doppelseitige Aluminiumplatten verklebt die höllisch fest sind keine Chanche die rauszubekommen jetzt muss ich den Rest des Bodens auf die gleiche Höhe bekommen und muss doch einen PVC Boden wegen der Höhe benutzen da ich die Schienen die verbaut sind für den Sitz verwenden möchte.

        Viele Grüße

  10. Hallo,
    toller Blog mit vielen hilfreichen Tipps.
    Wir stehen in den Startlöchern mit unserem Ausbau.
    Beim Ausbau der Verkleidungen unseres kastens ist uns aufgefallen, dass sich die bereits vom Vorgänger angebrachte Dämmung (Armaflex) bereits gelöst hat. Wir haben sie nun komplett entfernt und wollen sie erneuern.
    Hierzu hätte ich einige Fragen
    1. Müssen die klebereste von der alten Dämmung komplett entfernt werden? Oder können diese überklebt werden?
    2. Ich habe viele Kratzer im Lack festgestellt teilweise rost. Ich habe sie abgeschliffen und behandelt und mit zinkspray überprüft.
    Muss vor dem aufbringen des neuen armaflex nun noch eine lackschicht auf das zinkspray oder hält das armaflex auch direkt auf dem zinkspray?
    Viele Grüße Kristina

    1. Hallo Kristina,

      das Wetter wird oder ist ja nun zum Teil recht angenehm zum Basteln. Denk aber trotzdem daran, dass die Karosseriewand nicht unbedingt unter 10 Grad haben sollte, wenn Du das Armafelx anklebst. Denn der Kleber mag die Kälte nicht wirklich und löst sich dann auch wieder recht schnell ab.

      Zur 1. Frage: Wenn die Fläche nicht groß ist und alles das ab ist, was irgend wie locker ist, würde ich es vielleicht so probieren. Wenn Du es genau nimmst oder die Flächen größer sind mit den Überresten sowie die „locker“ Teile, dann gehört das normal alles Weg. So kann das neue Material besser direkt an der Karosserie kleben.

      Zur 2. Frage: Einmal liegt es am verwendeten Zinkspray und einmal an der Größe der Roststellen. Grundsätzlich machst Du aber keinen Fehler, wenn Du über das Zinkspray noch mit einem 2K Klarlack eine Schicht aufsprühst. Ist halt deutlich robuster, besonders wenn der Rost schon etwas tiefer gegangen ist. Ich hatte nicht viel Rost und wenn, dann nur kleine Stellen. Daher bin ich nur mit Zinkspray drüber. Mit dem Wissen von heute würde ich aber einen 2K Lack noch als Abschluss nehmen, da es nur wenig aufwand ist und die Kosten sich im Rahmen halten.

      Ich wünsche euch einen tollen Start und ganz viel Freude bei Eurem Selbstausbau-Projekt.

      Liebe Grüße
      Björn

  11. Hi 🙂 ,
    Erst mal ein großes großes Lob für deinen Ausbau und die Anleitungen 🙂 Respekt !!!
    Wir haben einen T4 und stehen auch in den Starlöchern zum Ausbau …. sobald das Wetter wieder mit spielt kann es los gehen .
    Leider hat der T4 am Bodenbleche nicht die gleichen Rillen wie der T5 …. wir fragen uns nun wie wir die unterkonstruktion jetzt bauen ohne das sich unter den Holz Balken Kondenswasser sammelt …
    Und nochmal es ist soooo beeindruckend wie hilfreich deine Anleitung ist 🙂

    1. Hi Anna,

      super das Dir die Anleitung weiterhilft und in Verbindung mit Deinem Lob freue ich mich dann umso mehr weiter für Euch in die Tasten zuhauen und neuen Hilfreichen-Content zu schaffen.

      Genau, beim T4 sind die Sicken kleiner und häufiger. Damit wird es schwieriger für eine Holzunterkonstruktion. Die T4 Camper, die ich kenne, haben oft ohne einer Dämmung eine Bodenplatte direkt auf den Karosserieboden gelegt und verschraubt. Diese war aus Multiplexplatten in Siebdruck-Form oder als Birke und dementsprechend noch zum Schutz imprägniert. Probleme mit Kondenswasser gab es hier am Fußboden nicht. Selbst VW legt ja nur zum Teil in seine Busse die berühmte Gummimatte aus. Kondenswasser ist mehr ein Problem von der Dachfläche und Seitenfläche. Kondenswasser selbst ist auch kein Problem, solange es an den Seitenwänden ordnungsgemäß ablaufen kann.

      Wenn Du eine Dämmung in Deinen T4 haben möchtest, also nicht direkt eine Multiplexplatte auf die Karosserie schrauben willst, sondern mit Holzunterkonstruktion, dann hätte ich eine Idee im Kopf, wie ich das Problem lösen würde. Da gibt es zwei Varianten, ne eigentlich 3 Varianten.

      Variante 1: Du legst die Unterkonstruktionslatten nicht längs in den Bus, sondern quer. Dann liegen sie auf den „Spitzen der Erhebungen“. Da Du viele Kleine davon hast, klebst Du die Latte mit Sikaflex 554 an jeden dieser Punkte, der die Latte berührt. Klar, es ist keine so große Auflagefläche, daher musst Du die Latte wirklich mit jeden Punkt, der möglich ist, verbinden. Du solltest dementsprechend viele Latten auf der gesamten Fläche verteilen. Dazwischen passt das Dämmmaterial und oben auf die Latten kommt die Multiplexplatte.

      Variante 2: Variante 1 war die Faule-Variante, jetzt kommt die Streber-Variante. Die Holzplatten werden wieder quer verlegt. Diesmal füllst Du aber auf der Linie der Holzplatte die Sicken mit Füllmaterial aus, um so die Auflagefläche zum Kleben zu vergrößern. Dann wird weiter gemacht wie unter Variante 1.

      Variante 3: Hier werden breitere Holzbretter längs über zwei oder 3 Sicken gleichzeitig geklebt. Das in regelmäßigen Abständen über die komplette Bodenfläche. Damit entsteht eine sehr lange und stabilere Auflagefläche zum Ankleben. Entweder klebst Du jetzt noch dünnere Unterkonstruktionslatten auf das breitere Holz, um so mehr Fläche zum Dämmen zu haben und dafür aber auch einen höheren Boden. Oder Du lässt das so und hast weniger Fläche zum Dämmen.

      Das sind meine Gedanken dazu. Wenn ich mal die Chance bekomme, einen T4 auszubauen, würden vielleicht noch ein paar mehr Ideen fließen. Aber die 3 Varianten wäre jetzt mein Grundkonzept, womit ich mich beschäftigen würde und auch durch Probelegen von Material testen würde.

      So Anna, ich hoffe, dass ich Dir damit weiterhelfen konnte und Du ein Stück weiter in Deiner Planung kommst. Ansonsten hau noch einmal in die Tastatur, wenn noch Fragen sind. Weiterhin viel Erfolg bei Deinem Ausbau!

      Liebe Grüße
      Björn

  12. Hallo Björn.

    Auch von mir vielen Dank für Deinen Blog. Für mich eine sehr gute Informationsquelle für meinen eigenen Ausbau.

    Auf Deinen Fotos sehe ich, dass Dein Bus hinten rechts auch den zweiten Wärmetauscher hat. Ich überlege mir, ob ich diesen bei mir nicht dauerhaft ausbaue. Den Platz könnte ich gut für was anderes nutzen, zB für einen Wassertank.

    Meine Frage also – was kannst Du aus Deiner Erfahrung her sagen: Braucht man diesen zweiten Wärmetauscher? Oder reicht die Heizung vorne im Fahrerhaus? Schließlich geht es ja hier nur um das Heizen während der Fahrt. Und da sitzt bei uns hinten niemand.

    Besten Gruß aus Düsseldorf,
    Rainer

    1. Hallo Rainer,

      Deinen Gedankengang hatte ich zu Beginn ebenfalls. Aus heutiger Sicht würde ich sagen, raus mit dem Ding. Leider hab ich das damals nicht gleich beim Ausbau gemacht. Durch unser Bett und den Stauraum ist der Warmluftverteiler der Heizung fast komplett „zugebaut“. Klar, das Rohr mit der Warmluft könnte verlängert werden, weiter in einen freien Raum zum besseren heizen. Doch wie Du schon sagst, läuft die Heizung im Modus Standheizung leider nicht mit. Das Einzige für was die Heizung gut sein könnte, wenn Du weißt, Du suchst Dir gerade einen Platz zum Stehen oder einen Campingplatz, das Du den Camper schon beim Fahren noch einmal gut aufheizen könntest. Aber ansonsten, wenn niemand hinten mitfährt, ist der Platz, so wie Du es vorhast mit einem Wassertank wahrscheinlich sinnvoller. Ich würde es aus heutiger Sicht so machen und das Gerät ausbauen.

      Liebe Grüße
      Björn

  13. Hallo lieber Björn,
    Erst einmal großes Kompliment: Dein Blogg ist einfach nur der hammer!:) Selbst für mich als Ausbau-Anfänger alles gut nachvollziehbar aufgrund deiner sehr detailierten Beschreibung!

    Offene Fragen:
    1. Meinst du eine 12mm Siebdruck-Platte ist ausreichend, wenn man die Möbel reinschrauben möchte anstatt mit Einschlagmuttern zu arbeiten?
    2. Wie hast du die Sitzhalterungen seitlich und von oben bearbeitet? Ausschließlich mit Dichtschaum oder auch mit Armaflex?
    3. Wenn eine Holzlatte über einer Einkerbung liegt, hast du einfach Hohlraumschutz in die Einbuchtung gesprüht, richtig?
    4. Du hast geschrieben, dass du die Bodenplatte auf den Holzlatten verschraubt hast. Hast du dies nur an den Rändern gemacht oder auch mittig? Wieviele Schrauben hast du ungefähr benutzt, damit ich eine ungefähre Vorstellung bekomme?
    5. Ich hatte darüber nachgedacht, die ursprüngliche Gummi-Matte als Isolierung zu nutzen und drüber einfach eine Siebdruck-Platte zu legen. Im Inernet kusieren hierzu unterschiedliche Meinungen (Gefahr von Staunässe/ Schwitzwasser). Wie siehst du das?

    Sorry für die vielen Fragen!!

    Liebe Grüße,
    Elena

    1. Hallo liebe Elena,

      riesen Dank für Dein grandioses Lob! Das schmiert den Motivationsmotor.
      Das sind interessante Fragen. Ich gehe ebenfalls davon aus, das einige Leser über Deine Fragen sehr erfreut sind, dass Du diese gestellt hast.

      Antworten zu Deinen Fragen

      Zur 1. Frage: Ja, 12 mm reichen. Auch wenn Du die Möbel nur mit Schrauben fixierst, ist das bei guten Schrauben fest. Wichtig ist, dass Du die Punkte zum fixieren auf der Fläche verteilst, damit sich die Kräfte gut auf der ganzen Fläche verteilen können. Bei einem Möbel-Teil von 70 x 50 cm hab ich 8 Schrauben gesetzt. Bei einer „normalen“ Benutzung hält das auch bei 4 Schrauben. Es geht aber auch um die Situation, die hoffentlich nie eintrifft, einem Unfall. Dann darf einfach nicht so viel rumfliegen zu Deinem Schutz.

      Zur 2. Frage: Auf einem Bild ist zu erkenne, wie ich im oberen Teil mit einem Bauschaum etwas experimentiert habe. Grundsätzlich ist Bauschaum nähe einer Autokarosserie auf keinen Fall zu empfehlen. Durch das unkontrollierte Ausdehnen vom Bauschaum kannst Du Dir eine gewaltige Delle ins Fahrzeug holen. Letzt endlich habe ich es wie auf dem Bild „Zwischen den Holzleisten wurde mit Armaflex gedämmt“ wie unten links zu sehen, gelöst. Ich habe mit Armaflex Stücken die Sitzhalterungen ausgefüllt.

      Zur 3. Frage: Ich gehe davon aus, dass Du die Sicken im Karosserie-Fußboden meinst. Die Holzleisten liegen alle komplett auf der Karosserie auf. Ich habe nur Punkte gewählt, wo keine Brücken entstehen. Hohlraumkonservierer wurde somit bei mir auf der Bodenfläche nicht benutzt. Nur an den Vertiefungen an der Karosseriewand, wo es in die Hohlräume geht, wie zum Beispiel Richtung Unterboden vom Fahrzeug. Es kann aber auch sein, dass Dein Fahrzeug etwas anders aufgebaut ist und die Stellen bei Dir unterschiedlich aussehen. Ich empfehle Dir, die Holzlatten in den Sicken (die Vertiefungen) zu legen, so das die ganze Fläche zum Kleben benutzt werden kann. Im Artikel Dämmen hab ich noch mal meine Hohlraumkonservierung erklärt.

      Zur 4. Frage: Die Bodenplatte verschraubte ich an so vielen Punkten wie möglich über die ganze Fläche verteilt, also auch mittig. Du misst dazu im Fahrzeug quer von einem Rand zum anderen über die Holzlatten. Immer in der Mitte von den Holzlatten nimmst Du das entsprechende Maß, so das Du beim Bohren ungefähr die Mitte der Holzlatte erwischst. Jetzt legst Du den Zollstock / Metermaß auf Deine ausgeschnittene Bodenplatte an der gleichen Stelle, wo diese später auch im Camper liegen wird, wo Du gerade eben gemessen hast. Jetzt kannst Du die Punkte (Mitte der Holzlatten) auf die Bodenplatte einzeichnen und weißt somit später, wo Du den Akkuschrauber zum Schrauben ansetzen musst. Bohre am besten vor. Wie viele Schrauben ich exakt genommen habe, kann ich jetzt so nicht mehr genau sagen. Geschätzt 16 bis 22 Schrauben pro Platten sind ein guter Richtwert, wenn Du einen Campingbus auf 3 Platten aufteilst und einen größeren Transporter auf 4 Teile aufteilst.

      Zur 5. Frage: Von dieser Lösung mit dem Gummiboden bin ich persönlich kein Freund. Das ist aber wie viele Dinge im Leben eine Ansichtssache. Vielleicht wird es gut gehen, vielleicht auch nicht. Ich denke mir beim Direkten ankleben der Dämmung mit Armaflex wird die Wärmebrücke besser kompensiert. Bei einem sauberen Aufkleben gibt es sehr wenig Spielraum für Kondenswasser.
      Ich hab meine Gummimatte als Schablone genutzt, dafür ist sie wirklich super. Anschließend dann bei eBay Kleinanzeigen verkauft. Die waren vor einigen Jahren sehr gefragt, denke nicht, dass sich das geändert hat. Mit den Einnahmen hatte ich schon etwas Geld zusammen um das Holz und den Kleber zu bezahlen für eine für mich robuste und saubere Fußbodenlösung.

      Am Ende gibt es nie den perfekten Weg, sonst würde es ja nicht so viele unterschiedliche Möglichkeiten geben, was ja auch toll ist. In meinen Augen sind einige Entscheidungen auch ein wenig Bauchsache und die persönliche Ansicht. Ich hoffe trotzdem, ich konnte Dir ein paar Fragezeichen beantworten. Wenn neue Fragezeichen entstehen, dann machst Du alles richtig, denn das ist der ganz normale Wahnsinn, selbst nach 3 Jahren Camper-Ausbau Erfahrung ;-). Du darfst Dich gerne wieder melden, wenn es wo klemmt.

      Ich wünsche Dir viel Erfolg und gutes Gelingen.

      Liebe Grüße
      Björn

      1. Vielen, vielen Dank für Deine schnelle und vorallem so ausführliche Antwort! Habe mich jetzt auch dazu entschieden die Gummi-Matte rauszumachen und auch eine 12 mm dicke Siebdruckplatte zu nehmen:)

        Du hast so Recht: an Fragezeichen mangelts einem wirklich nicht:D Schön zu hören, dass es auch anderen so geht;)

        Ich werde auf jeden Fall deinen Blog weiterhin fleißig verfolgen💪 Mach weiter so☺️

        Liebe Grüße,
        Elena

  14. Hallo Björn,
    ich bin auf der Suche nach einer Lösung mit den Sitzbefestigungen auf deiner Seite gelandet und finde die Holzkonstruktion Klasse. Und bin jetzt aber auf das Problem gestoßen, dass ich nirgends Latten mit 3.3cm Höhe finde. Die sind alle höher und der Baumarkt schneidet die mir nicht zu, weil sie meinten die Hölzer splittern. Mit teurerem Holz ist das wohl machbar. Wird mich aber um die 100€ kosten, das finde ich für eine Konstruktion die man am Ende nicht sieht doch etwas happig. Wo hast du denn deine Holzlatten her? Oder hast du die selbst zugesägt?
    Die Alternative wäre die höhere mit 3.8cm..aber da verliere ich ja total viel nach oben hin das fände ich sehr schade.

    Hoffe du hast einen Tipp für mich.
    Deine Seite ist übrigens super, sie hilft mir ungemein als ein totalen Anfänger der ich bin!

    Liebe Grüße
    Marijke

    1. Hallo Marijke,

      die Leisten 34 mm x 54 mm x 2.000 mm hab ich mir beim OBI gekauft. Vielleicht hast Du einen in Deiner näheren Umgebung? Ansonsten ist hier der Link zu den Latten, wo Du sie online bei OBI bestellen kannst.

      Eine andere Lösung ist noch, falls die obere aus irgendwelchen Gründen nicht klappt, das Du das Holz auf die entsprechende Höhe hobelst. Wenn es Dein Baumarkt nicht kann, dann nimm die Latten und gehe zur nächsten Schreinerei / Tischlerei und frag diese. Die haben dort die Maschinen und hobeln Dir das ziemlich schnell auf die entsprechende Höhe.

      Ich hoffe das Dir eine Lösung hilft und Dein Transporter weiter Richtung Camper wächst.

      Liebe Grüße,
      Björn

  15. Hallo Björn,
    sag mal wie genau hast du das Bett am Boden befestigt bzw. was gibt es für Möglichkeiten?
    Vielen Dank im Voraus.

    Grüße
    Jens

    1. Hallo Jens,

      das Bettgestell entstand ja aus 5,4 x 5,4 Zentimeter starke Holzbalken. In die Balken die auf dem Boden liegen, bohrte ich von oben bis in die Bodenplatte ein Loch vor. Die Größe des Bohrers für das Vorbohren richtet sich nach Deinen verwendeten Schrauben. Ich benutzte Sechskant-Holzschrauben mit einem Schaft. So wird das Bett fest an die Bodenplatte gezogen. Du solltest auch entsprechende Unterlegscheiben verwenden. Im Artikel über den Bett-Bau gibt es ein Bild mit vielen roten Pfeilen. Dort siehst Du auch die Sechskant-Holzschrauben in den Holzbalken.

      Du kannst auch mit Einschlagmuttern arbeiten. Es wird ein entsprechend großes Loch in die Bodenplatte bebohrt und dort werden die Einschlagmuttern einggeschlagen. Jetzt hast Du ein Gewinde, wo Du Maschinenschrauben eindrehen kannst. Nun wird wieder in den Holzbalken Vorbohren, exakt an der Stelle, wo auch die Einschlagmuttern sitzen. Danach kannst Du das Bett mit Maschinenschrauben befestigen. Diese Variante habe ich beim Einsetzten der Möbel benutzt. So kannst Du bauen, wenn Du im Notfall alles wieder sauber aus dem Camper ausbauen möchtest.

      Aber Achtung die Einschlagmuttern müssen von unten in die Bodenplatte eingeschlagen werden. Das heißt, wenn die Bodenplatte schon fest verbaut und verklebt ist, wird das nichts mehr. Dann bleibt aber noch die erste Variante.

      Liebe Grüße,
      Björn

  16. Hallo Björn.
    Erstmal super Seite. Genau die Infos dich für mein Vorhaben gesucht habe. Ich befinde mich grade am Anfang meines Bus Ausbaus und habe eine Frage an dich. In meinem Bus ist eine Holzplatte am Boden verlegt die ich wohl nicht mehr herausbekomme. Wie gestalte ich nun die Dämmung am Boden und den weiteren Aufbau? Armaflex, Streben und neue Bodenplatte auf die alte montieren? Hast du einen Rat für mich…?
    Lg.

    1. Hallo Sebastian,

      toll das Dich Bären Squad bei Deinem Ausbau Unterstützen darf :-). OK, nun zum Problem Bodenplatte. Um mit Dir gemeinsam eine Lösung zu finden, sende mir bitte ein Bild von der Bodenplatte im Camper an „info(at)baerensquad.de“. So kann ich mir diese einmal genau anschauen und bekomme eine bessere Vorstellung. Dann werden wir bestimmt einen Weg finden.

      Liebe Grüße,
      Björn

      1. Hallo Björn.
        Vielen Dank für deine schnelle Antwort. Sie ist jetzt doch draußen 😁. Jetzt kann es mit dem Ausbau losgehen. Natürlich werde ich deiner Seite weiterhin gespannt folgen.
        Lg.

      2. Hallo Björn,

        vielen Dank für deine tolle Anleitung, du bist die Hauptinspiration für unseren Camperausbau, der noch ganz am Anfang steht. Ähnlich wie Sebastian haben auch wir bereits eine Multiplex Platte in unserem Camper und scheiterten kläglich am Versuch sie herauszubekommen. Selbst mit Brecheisen kommen wir kein Stück weiter weil die Platte so großzügig verklebt wurde. Hast du Tipps zum Rausriss oder eventuell auch dazu, ob die Platte bleiben kann?
        Danke im Voraus!
        LG
        Laura

        1. Hallo Laura,

          es freut mich wirklich sehr, dass ich für Euch eine Inspirationsquelle sein darf.
          Nun zu dem Problem: Ob die Platte im Fahrzeug bleiben kann oder nicht, das hängt von einigen Faktoren ab. In erster Linie natürlich von Deiner Vorstellung, was Du gerne möchtest. Wenn darunter eine einwandfreie Dämmung liegt, keine Feuchtigkeit zu sehen ist und die Bodenplatte noch ohne größere Schäden, klar, warum nicht den Boden dann behalten.
          Falls Du lieber alles neu gestalten möchtest, ist das Lösen von geklebten Bodenplatten wirklich unglaublich anstrengend. Ihr könntet versuchen, die Klebeverbindung mit einem Schneidedraht zu lösen. Aber ja, es wird sehr viel nervende Handarbeit. Wenn Dein Vorgänger jedoch gewissenhaft gearbeitet hat, würde ich die Bodenplatte einfach behalten.

          Ich wünsche Euch, dass ihr schnell die passende Lösung findet.

          Liebe Grüße
          Björn

  17. Hallo 🙂 schöner umbau! welchen Kleber hast du verwendet um die holzrahmen auf die Karosserie zu kleben?
    Liebe Grüße und vielen Dank,
    Helena

    1. Hallo Helena,

      na das ging ja fix bei Dir :-). Danke für Deinen lieben Kommentar und schön das Du alles gefunden hast.
      Ich wünsche Dir gutes Gelingen und Spaß beim Ausbau!

      Liebe Grüße
      Björn

    1. Hallo Marc,

      die Bodenplatte habe ich an den aufgeklebten Holzleisten verschraubt. Am Einfachsten triffst Du die Holzleisten, wenn Du die Positionen der Holzleisten von einer Karosserie-Seite aus mit einem Meterstab /Zollstock ermittelst, bevor die Bodenplatte aufgelegt wird. Deine ermittelten Maße auf die Bodenplatte übertragen. Jetzt kannst Du die Bodenplatte zielsicher festschrauben.Einfach nur auflegen würde ich die Platte nicht, denn ansonsten fliegt Dir im schlimmsten Falle alles um die Ohren.

      Liebe Grüße
      Björn

      1. Danke!!!
        Warum ich frage ist, ich bin grade im Ausbau und aktuell liegt die Platte nur auf dem Boden. Sie ist aber recht fest, da die Küche schon drauf steht und diese mit der Seitenwand des Autos verschraubt ist. Ich werd sie natürlich aber sobald ich fertig bin mit allem noch am Boden fixieren. Der Grund für meine Sorgen ist, ich muss Donnerstag zum tüv…. jetzt bin ich am verzweifeln, weil ich nicht weiß ob der tüv da ärgert macht wenn die nicht final am Boden verschraubt ist…. hast du mir da einen Tipp :)?
        Grüße

        1. Über Ferndiagnose, ist es immer schwer den perfekten Tipp zu geben. Wenn Du zum TÜV fährst wegen der Wohnmobilzulassung, schau mal in meinen Artikel über die Zulassung nach. Bei der Zulassung zum Wohnmobil geht es dem Prüfer darum, ob die vorausgesetzten Einrichtungen da sind, wie Bett, Tisch usw.

          Wenn Du nur zu HU/AU musst, dann hat der Prüfer wenig Interesse an Deiner „Ladung“. Im Schlimmsten Fall, bemängelt der TÜV und Du bekommst keine Zulassung oder eine neue TÜV Plakette. Das geht aber vielen so und ist nichts unnormales. Dann weißt jetzt zumindest, was Du noch verbessern musst. Nach der Ausbesserung fährst wieder zum Prüfer. Du musst bei der Nachuntersuchung auch nicht den vollen Preis bezahlen.

          In meinen Augen ist das größere Problem, die Sicherheit für Dich, wenn es evtl. nicht fest genug verbaut ist.

          Ich drück Dir die Daumen das alles klappt!

  18. Moin Björn!
    Vielen Dank für deinen ausführlichen Blog! Ich finde es toll wenn Leute sich die Mühe machen ihre Lösungen und Anstrengungen auf dem Weg zum selbstgebauten Wohnmobil (oder jeder anderen Art von Projekt) aufzubereiten und Leuten wie mir kostenlos zur Verfügung stellen. Ich baue momentan einen T4 LR um und stehe momentan auch vor der Frage, wie ich Bodenplatte und Blech vernünftig verbinde. Klasse Idee mit dem PVC-Boden und dem doppelseitigen Klebeband dafür! Dein Bus sieht klasse aus, ich glaube ich kann viele deiner Tipps und Ideen selbst anwenden.
    Ich habe noch einige Fragen und würde mich über eine Meldung von dir freuen:
    1. Mein Bodenblech habe ich mit Alpine 3in1 Rostschutzlack lackiert, weißt du zufällig wie sich Sikaflex 252 damit verhält bzw. ob das Ganze trotzdem so stark hält?

    2. Wie sieht es mit der Gesundheit aus bei Sikaflex 252? Beim Verarbeiten Atemschutz und Handschuhe tragen sollte klar sein, aber wie sind langfristige Ausdünstungen einzuschätzen?

    3. Hast du einen Tipp, womit/wie man die Fugen von Sikaflex halbwegs schön hinbekommt? Hatte einmal damit gearbeitet und mich schwer getan weil es so gut an allem klebt.

    4. Warum hast du die Dämmung nicht an die Platte geklebt? Ist zwar wegen der Leisten mit Mehraufwand verbunden, aber dafür kann man sich das Blech darunter noch einmal anschauen.

    5. Wie sieht es mit Feuchtigkeit unter der Dämmung aus? Das Kondenswasser kann ja seitlich unter die Platte und in deinem Fall auch bei den Sitzschienen drunter laufen. Steht das nun nicht solange unter der Platte, bis es rostet? Hält eine doppelte Imprägnierung das Holz wirklich dicht, sodass es kein Wasser aufsaugt, auch wenn dieses lange Zeit dort steht?

    6. Höhe der Leisten Wie hoch sind deine Leisten bzw. welche Querschnitte hast du verbaut? Hat dir das merklich was von der Raumhöhe genommen oder merkt man das gar nicht, weil der Bus eh keine Stehhöhe hätte?

    7. Zu Lage der Leisten: In meinem T4 gibt es leider im Prinzip gar keine freien Bereiche, nur wellige wie auch bei dir. Hast du mehr freie Flächen oder deine Leisten einfach größtenteils auf die Wellen“berge“ geklebt?

    (8. An den Stellen, an dem deine Platte einfach auf den Holzleisten liegt und diese einfach auf dem Bodenblech: Hast du dort angenommen, dass die Wärmeleitfähigkeit von Holz so gering ist, dass jenes keine Wärmebrücke darstellt?)

    Das sind jetzt jede Menge Fragen, entschuldige dafür.
    Ich seh auch gerade deine anderen Einträge und deine Beschreibung über dich und deine Seite. Wirkt erstmal richtig klasse auf mich, danke für deine Mühe. Ich glaube ich werde hier viel mitnehmen können. Kommst du aus dem Norden?

    1. Hallo Niclas,

      vielen lieben Dank für die tolle positive Rückmeldung. Das Motiviert weiter zu machen! Viele hundert Stunden Arbeit stecken in diesem Blog, wenn dann Du als Leser einen Mehrwert hast, fühlt sich das klasse an!

      Nun zu Deinen Fragen.

      Frage 1: Eine klare Aussage kann ich Dir da leider nicht geben. Nur meine Meinung und meine Gedanken. Wenn der Rostschutzlack auf einem gut vorbereiteten und Fett freien Grund aufgetragen wurde, sollte das wohl halten. Im Notfall kannst Du dein Gewissen beruhigen und erst mal eine Holzleiste aufkleben. Nach 48 Stunden dann versuchen, ob Du sie mit Gewalt wieder gelöst bekommst. Es empfiehlt sich hier dann zu Sikaflex auch noch einen Primer zu benutzen. Ansonsten noch den Hersteller fragen. Wichtig ist, dass Du bei nicht zu kalten Temperaturen klebst.

      Frage 2: Dein Arbeitsschutz klingt schon mal sehr vorbildlich. Danach alles gut lüften. Nach einigen Tagen habe ich nichts mehr gerochen und auch sonst keine Probleme gehabt.

      Frage 3: Nimm eine kleine Schüssel mit warmem Wasser, in der Du ein wenig Spülmittel einmischst. Damit machst Du Deine Finger und ein wenig die Sikaflex-Masse in der Fuge feucht. Abziehen kannst Du die Fuge sauber mit einem Fugenabzieher. Aber mit dem „Spül-Wasser“ bleibt deutlich weniger an den Fingern kleben und Du kannst die Fuge schon einmal schön glatt ziehen.

      Frage 4: Damit es direkt an der Karosserie ist und somit Kältebrücken verhindern soll zwischen der Außenseite der Karosserie und der Innenseite. Denn dort am Material, entstehen die Kältebrücken.

      Frage 5: Wenn das Dämmmaterial sauber auf der Karosserie klebt, sollte kein Wasser darunter gelangen. Wirklich überprüfen kannst Du das nur, wenn Du nach einem Jahr Dir die Arbeit machst, den Boden wieder abzuschrauben. Stellen, die ich nicht so gut Dämmen konnte, wie die Bodenanker, habe ich mit Dichtschaum ausgefüllt. Dort wo Karosserie noch nackt war, wurde diese mit Hohlraumkonservierer eingesprüht. Aber beim Boden würde ich mir persönlich keine so großen Sorgen machen. Anfälliger finde ich für Kältebrücken und Schimmel die Seitenwände und die Decke.

      Frage 6: Die Holzlatten sind 34mm hoch. Die Multiplex-Platten 12mm und der PVC-Boden circa 2mm. Somit ist der Fußboden 48mm hoch. Ich musste die Höhe der Holzlatten von 34mm wählen, wegen der Bodenanker der ehemaligen Sitzbänke. Der Boden wird so natürlich höher, wie es VW vorgesehen hatte für die Kunststoffverkleidung an der Schiebetür und an der Heckklappe. Trotzdem würde ich um jeden Millimeter an Deiner Stelle kämpfen, wo Du nicht nach oben bauen musst. Für uns war und ist diese Lösung immer noch die beste gewesen, um einen stabilen Holz-Boden zu bekommen.

      Frage 7: Nein, ich habe die Holzleisten immer nur in die Wellentäler geklebt. Notfalls teste mit flacheren Holzteilen die Stabilität, wenn Du es nur Punktuell auf den Wellen klebst. So wie bei Frage 1, einfach testen.

      Frage 8: Die Holzleisten und das Dämmmaterial sind sehr dicht aneinandergeklebt. Bei den Holzleisten mache ich mir keine Sorgen, da es direkt und sauber auf dem Material aufgeklebt ist. Es kann sein, dass ich so etwas mehr Wärme im Winter über diese Stellen verliere. Da die warme Luft der Heizung sowieso nach oben steigt, sah ich dies als nicht so relevant an. Entscheiden fand ich, dass ich den Fußboden wirklich stabil an diesen Holzleisten verschrauben kann.

      Ich hoffe ich konnte Dir mit den Antworten weiterhelfen oder zumindest Denkanstöße liefern auch wenn ich aus der Ferne Dir nicht immer eine klare Antwort liefern kann.

      Nein, ich komme nicht aus dem Norden. Aktuell lebe ich in Sachsen. Wir waren die letzten Monate in Skandinavien unterwegs und wollten weiter nach Süd-Osteuropa reisen. Doch nun gibt es eine Corona-Pause. Ab September lebe ich wieder in Süddeutschland in der Bodenseeregion.

      Liebe Grüße in den Norden der Republik
      Björn

      1. Lieber Björn,
        Dank dir vielmals für die schnellen Antworten. Hast mir sehr weitergeholfen. Ich hatte mir bzgl. des Lacks nur Sorgen gemacht, dass es eine Unverträglichkeit gibt. Bei Sika ist für SF252 nur angegeben, dass dieses auf 2Komp.Lacken hält. Ich teste mal rum und nutze auch noch die Löcher im Bodenblech für die ehemaligen Sitzschrauben zum zusätzlichen Befestigen. Mal schauen wie ich das mit den Wellen hinkriege, bei mir gibt es leider ausschließlich Wellen.

        Eine Frage hätte ich noch: Bei mir ist hinten rechts (in Fahrtrichtung betrachtet) eine Klimaanlage gewesen. Bei dir ist die auf den Bildern hier auch noch drin. Die habe ich fachmännisch ausbauen lassen, weil die beiden Rohre dafür durchs Blech hässliche Rostlöcher erzeugt haben. Die möchte ich nun als Viereck aus dem Blech raussägen/-trennen und dann von einem befreundeten Schweißer mit einem verzinkten Blech zuschweißen lassen. Nun weiß ich nicht genau wie ich am Besten ans Raustrennen rangehen soll. Ich habe einen angsteinflößenden 125mm Winkelschleifer, den ich auch schon ein paar Mal im Betrieb hatte. In der Ecke dahinten komme ich dann aber wahrscheinlich nicht überall ran. Eine Stichsäge könnte bei der Blechdicke dort ggf. versagen. Ideen dazu? Und wie soll ich das Loch nach dem Schweißen behandeln? Ich hätte jetzt Grundierung drauflackiert, dann Sikaflex und anschließend von unten Unterbodenschutz.

        Du wirst bestimmt bald wieder von mir hören in einem anderen deiner Blogs. Bis dahin und bleib gesund
        Niclas

  19. Hallo Björn,

    Danke für das Teilen deiner Erfahrungen.
    Einfach und super erklärt… jetzt traue ich mich auch einen neuen Boden ran 🙂
    bist du noch zufrieden mit deinem Multiplex 12mm oder gibt dieser nach?
    Ich würde gerne so wenig wie möglich höher werden, da ich schon ein SchrankSystem im Bus habe.
    Viele Grüße
    Philip

    1. Hallo Philip,

      das freut mich jetzt wirklich sehr, das ich Dich mit dem Bericht motivieren konnte für Dein Projekt. Zu Deiner Frage, ob ich noch zufrieden bin mit der Multiplex-Platte, gibt es ein klares Ja. Da wackelt nichts und der Boden gibt auch nicht nach. Wichtig ist, das Du die Holzlatten drunter gut positionierst, damit die Platten überall gut aufliegen.
      Ich wünsche Dir gutes gelingen und weiterhin viel Spaß mit Deinem Bus.
      Liebe Grüße
      Björn

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