Eine Reise in den Iran: Teil 1, die Vorbereitungen

Eine Reise in den Iran: Teil 1, die Vorbereitungen

26. Januar 2019 0 Von Björn Hofmann

Angst oder doch nur Aufregung vor der Reise in den Iran?

3 Wochen vor der Reise in den Iran: Meine Gefühle fuhren durch nun Achterbahn, je näher die Reise in den Iran kam. Die Gedanken kreisten immer und immer wieder um die negative Berichterstattung aus den Medien, auch wenn diese sich mehr auf die politische Lage als auf die Bevölkerung bezog. Somit kommt automatisch die Frage in einem hoch, ist es wirklich gut, jetzt in “dieses” Land zu reisen? Oder bin ich nur voller Vorurteile? Ich verglich diese negativen Eindrücke in meinem Kopf mit den vielen positiven Berichten über den Iran vieler Reisender aus Europa, die ich zahlreich im Internet fand. Diese sagten mir etwas ganz anderes aus, sie erzählten faszinierende Geschichten aus einem fernen Land im Orient. Freundliche Menschen mit einer großen Gastfreundschaft.

Ein Motorradfahrer in einer iranischen Stadt.
Ein Motorradfahrer in einer iranischen Stadt.

Ich behielt die positiven Eindrücke tiefer in mir und somit überwog die Aufregung und die Neugierde auf dieses bis dahin für mich noch so unbekannte Land zwischen Kaspischen Meer und Persischem Golf.

Ich möchte mit diesem Dreiteiler Bericht meinen sehr kleinen Teil zur Aufklärung beisteuern und die Dinge aus meiner Sicht schildern wie ich sie im Iran gesehen und erlebt habe. Für einen freundlicheren Planeten.

Vorbereitung der Reise in den Iran

Das Visum kam zu meiner Aufheiterung noch rechtzeitig aus dem Konsulat in München in meinen Briefkasten an. Es ist zwar nicht das einfachste Visum was man auf unserem Erdball beantragen kann aber auch nicht das Schwierigste. Das Visum (Touristenvisum 30 Tage) wird bei einem Iranischen Konsulat in Deutschland beantragt. Beachtet werden sollte, welches Konsulat in Deutschland für einen selber zuständig ist. Auf den Homepages der zuständigen Konsulate gibt es die Formulare zum Downloaden für den Visa Antrag. Alternativ gibt es Anbieter im Internet (hier), die einem beim Antrag unterstützen.

Jetzt gibt es aber noch einen kleinen Knackpunkt! Damit das Konsulat das Visum ausstellt, wird noch eine Touristeneinladung benötigt. Im Iran auch Referenznummer genannt. Der Knackpunkt jetzt? Diese kann man normal nur im iranischen Ministerium im Iran beantragen.

Zum Glück gibt es verschiedene Anbieter im Internet (hier und hier), die einen diese Referenznummern beantragen.

Kosten für Referenznummer: 60€ bis 140€ (Stand 2015)

Kosten für Touristenvisa: 60€ bis 85€ (Stand 2015)

Eine bemalte Häuserwand im Iran
Eine bemalte Häuserwand im Iran. Der Zebrastreifen existiert hier natürlich auch.

In welchen Monaten kann ich gut in den Iran reisen?

Der Iran besitzt durch seine Größe, seine Gebirge und Wüsten mehrere Klimazonen. Grundsätzlich kann man im Frühling von Mitte April bis Anfang Juni sowie im Herbst von Ende September bis Anfang November gut reisen, ohne in den teils extrem heißen Sommer und im Norden in den teils kalten langen Winter in den Wintermonaten zu geraten.

Bücher die ich auch gelesen habe

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Reisebericht über den Iran*

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Reiseführer für den Iran*

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Gebrauchsanweisung für den Iran*

Genügend Bargeld dabei?

2015 gab es noch keine Möglichkeit im Iran mit einer Ausländischen Kreditkarte oder Bankkarte Geld abzuheben und zu bezahlen. Die Problemlösung hieß BARGELD. Das sollte gut bedacht werden, denn wenn das Geld einmal verbraucht ist, dann gibt es keinen Nachschub mehr. Zumindest nicht im Iran. Vielleicht hat sich die Situation aber seitdem auch schon gebessert. Wechselstuben gibt es in jeder größeren Stadt. Ich hatte mich entschieden Dollar als Umtauschwährung mit einzuführen, was auch gut funktioniert hat und es gab keine Probleme beim Umtausch.

Eine beleuchtete Brücke am Abend im Iran
Eine beleuchtete Brücke am Abend im Iran

Flughafenwechsel in Istanbul

Von Frankfurt aus ging es nach Istanbul Atatürk. Dort angekommen hieß es nun einmal quer durch die ganze Stadt zum Flughafen Istanbul-Sabiha Gökçen auf die Asiatische Seite der Metropole. Wer auch einmal das Problem haben sollte kann hier günstig und einfach einen Transfer ordern. Ich war zufrieden, nicht mit dem Fahrstiel aber mit der Logistik.

Die Entdeckung eines neuen Rituals im Landeanflug nach Teheran

Ca. 30 Minuten vor der Landung auf dem Flughafen Teheran-Imam Chomeini, begann auf einmal Bewegung ins Flugzeug zu kommen. Die Frauen fingen hastig an sich neu zu kleiden.

Zu kleiden und anzupassen an eine andere Kultur und Umgebung? Es war eine faszinierende Aufführung, Frauen die nicht hätten “westlicher” aussehen können, verwandelten sich in die “typischen” Iranerinnen, wie ich sie mir in meinem Kopf vorgestellt hatte. Wo gerade eben noch das lange offene Haar zu sehen war, die vielen freien Hautpartien blickten und die Körperbetonte Kleidung saß, verhüllte sich nun alles in einer Schutzschicht aus Stoff.

Wüste im Iran. Viele Teile des Irans bestehen aus Wüste.
Wüste im Iran. Viele Teile des Irans bestehen aus Wüste.

Welcome to Iran

Das erste was ich am Flughafen Teheran-Imam Chomeini hörte, war ein “Welcome to Iran”. Es war eine angenehme Atmosphäre zu spüren. Nach dem ich mein Gepäck genommen hatte und zum Ausgang gehen wollte, war noch ein letzter Security-Check, wo die Passagiere meines Fluges noch anstanden und warteten. Ein junger Iraner in Uniform kam auf mich zu als ich mich in die Reihe anstellte und fragte nach meinem Ausweis. Er warf einen kurzen Blick hinein und sagte mir gleich darauf in seinem schlechten Englisch, ich dürfte an der Schlange vorbei gehen, alles sei bei mir ok. Er verabschiedete sich mit den Worten, Welcome to Iran.

Entlassen in eine für mich unbekannte und neue Welt, stand ich nun am Taxistand und wusste zwar was ich vorhaben und wo es hingehen sollte, doch was mich erwartete, das konnte ich mir nur schwer erdenken. Das Abenteuer Iran begann!

Eine Reise in den Iran: Teil 2

Eine Reise in den Iran: Teil 3

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