Starterbatterie Laden über die Bordbatterie für autarke Starthilfe

Autarke Starthilfe im Camper durch die Bordbatterie

Aktualisiert am 3. Dezember 2023

Die Sonne scheint, heute soll es mit dem Camper an den Strand gehen. Doch als ich den Zündschlüssel zum Starten umdrehe, ruckelte nur kurz der Motor auf. Beim zweiten Versuch war noch weniger Energie zu spüren. Die Starterbatterie ist leer! Wie wir uns in so einem Fall selbst autarke Starthilfe mit der Bordbatterie geben, zeige ich Dir jetzt!

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Selbstständige-Starthilfe über das Laden der Starterbatterie durch die Bordbatterie?

Ja, das ist tatsächlich möglich und auch gar nicht so kompliziert. Einfach dargestellt heißt das für uns: Wir schließen ein passendes Batterie-Ladegerät an unseren Wechselrichter im Camper an und verbinden dies mit dem Zigarettenanzünder vorn in der Fahrerkabine. Damit das klappt, gibt es aber eine Voraussetzung, die wir in diesem Artikel klären. Du kannst jedoch auch mit einem Adapter direkt an Deine Starterbatterie führen.

Wenn die hier gezeigte Variante bei Dir nicht klappt und Du weiterhin eine Lösung für autarke Starthilfe suchst, dann kann ich Dir den Praxistest vom Ctek CS Free empfehlen. Das CS Free ist ein mobiles Lade- und Starthilfe Gerät, welches ich mehrere Monate auf Herz und Nieren getestet habe. Es lädt Deine Starterbatterie auch ohne Netzstrom Zugang, also auch mitten im Nirgendwo auf Tour.

Und schon wird die Starterbatterie durch die Bordbatterie geladen! Wie das alles funktioniert, das klären wir jetzt hier gemeinsam. Am Ende gibt es für Dich noch ein Video zur Demonstration und besseren Darstellung. Wenn Du mehr über unsere Pannen-Ausrüstung für die Reise erfahren möchtest, dann schau Dir mal unseren Pannen-Artikel an.

Wichtige Pannen Ausrüstung für die Camper Reise

Pannenausrüstung im Camper und Check vor der Reise

WICHTIGER HINWEIS:
Das Arbeiten mit Strom kann bei Unwissenheit zu großem Schaden an Mensch und Material führen. Sei zu 100 % bei der Sache und mache nur das, wo Du auch sicher bist! Das hier vorgestellte Elektro-Konzept funktioniert bei uns, muss aber nicht bei Dir funktionieren! Sehe es also nur als Inspirationsquelle. Habe keine Angst, aber Respekt.

Die Voraussetzungen in unserem Campingbus für eine Autarke-Starthilfe

Für die erfolgreiche Voraussetzung benötigen wir eine Bordbatterie. Sprich, eine zweite Batterie im Camper zur Starterbatterie. Die meisten Camping-Fahrzeuge habe eine Zweitbatterie mit an Bord, sodass die erste Voraussetzung schon gegeben ist. Deine Bordbatterie sollte natürlich immer genügend Energie zur Verfügung haben, damit Du die autarke Starthilfe geben kannst.

Unsere Bordbatterie wird über unseren eingebauten Ladebooster bei der Fahrt geladen. Das heißt, Strom von der Lichtmaschine (Starterbatterie) gelangt zur Bordbatterie und hält diese immer frisch. Ebenso wird durch unser Solarmodul auf dem Camper Sonnenenergie in die Batterie gespeist. So ist auch das Laden ohne Motor möglich, wenn dieser tatsächlich nicht mehr anspringen würde.

Um jetzt den Strom aus der Bordbatterie für unsere autarke Ladung der Startbatterie verwenden zu können, müssen wir 12 Volt, in 230 Volt umwandeln. Denn unser Ladegerät funktioniert nur mit 230 Volt. Für die autarke Ladetechnik durch das Ladegerät ist deshalb ein Wechselrichter im Campingbus bei uns verbaut.

Starterbatterie über die Bordbatterie Laden

Du kannst ganz einfach mit einem Multimedia Deine Starterbatterie überprüfen.

Das Laden der Starterbatterie über den Zigarettenanzünder

Wie funktioniert das Autarke-Laden jetzt? An die 230 Volt Schuko-Steckdose vom Wechselrichter (AC OUT), wird ein passendes Ladegerät angesteckt. Wir nutzen dafür seit vielen Jahren wirklich erfolgreich das CTEK 5.0 Ladegerät *. Das Tolle am CTEK ist, dass verschiedene Adapter angeschlossen werden können wie Krokodilklemmen oder ein Adapter für den Zigarettenanzünder.

CTEK MXS 5.0 Batterieladegerät
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Da unser Zigarettenanzünder auf Dauerplus geschaltet ist, können wir mit dem Adapter für Zigarettenanzünder * über diesen unserer Starterbatterie bequem laden. Das Ladegerät ist am Wechselrichter angeschlossen und wird dann direkt mit dem Adapter in den Zigarettenanzünder im Fahrerhaus verbunden. Jetzt muss nur noch der Wechselrichter eingeschaltet werden und unsere Starterbatterie wird geladen.

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Wichtiger Hinweis: Beim Verbinden der Starterbatterie mit einem Ladegerät darf dieses noch nicht eingeschaltet sein. Erst wenn alles angeschlossen ist, Strom durch das Ladegerät in die Batterie fließen.

Starterbatterie über Zigarettenanzünder Laden
Der Zigarettenanzünder-Adapter wird in den Zigarettenanzünder an gestöpselt

Zigarettenanzünder auf Dauerplus oder Zündungsplus?

Klappt das denn bei jedem Zigarettenanzünder? Nein! Zumindest nicht auf Anhieb. Aber schauen wir uns das mal genauer an. Es gibt zwei Möglichkeiten, wie Dein Zigarettenanzünder im Fahrzeug angeschlossen ist. Entweder er ist auf Zündungsplus oder auf Dauerplus.

Zündungsplus: Der Zigarettenanzünder funktioniert nur, wenn die Zündung bei Deinem Fahrzeug / Camper eingeschaltet ist.

Dauerplus: Der Zigarettenanzünder funktioniert immer, egal ob die Zündung eingeschaltet ist oder nicht.

Für die autarke Ladung Deiner Starterbatterie über die Bordbatterie muss Dein Zigarettenanzünder auf Dauerplus geschaltet sein. Du kannst schnell und einfach überprüfen, ob bei Dir auf im Fahrzeug der Zigarettenanzünder auf Dauerplus geschaltet ist oder nicht.

Dazu versuchst Du Dein Smartphone oder ein anderes Elektrogerät über den Zigarettenanzünder zu laden, ohne dass dabei die Zündung eingeschaltet ist. Wenn das klappt, ist Dein Zigarettenanzünder auf Dauerplus geschaltet.

Starthilfe mit dem Cetek mxs 5.0
Das CTEK Ladegerät* lädt gerade erfolgreich die Starterbatterie über die Bordbatterie

Ein kurzer Gedankengang zur Starthilfe / Ladung mit Zündungsplus

Es gibt für mich noch einen Gedankengang zum Laden über Zündungsplus, was ich so aber nicht testen konnte, da mein Zigarettenanzünder auf Dauerplus gelegt ist. Wenn die Starterbatterie ohnehin leer ist, kann eventuell die Zündung eingeschaltet werden, um dann so die Startbatterie über den Zigarettenanzünder zu laden.

Dann ist eine Verbindung zur Verfügung, wie bei Dauerplus. Es sollte jedoch nicht mehr Strom entnommen werden durch die Zündung wie geladen wird. Das Ctek Mxs 5.0 lädt mit 5 Ampere.

Vielleicht hast Du genau damit schon Erfahrung gesammelt? Dann darfst Du diese sehr gerne in den Kommentaren teilen.

Direkte Verbindung zur Starterbatterie mit Krokodielklemmen

Mit Hilfe eines 230 Volt Verlängerungskabels, welches in den Wechselrichter angeschlossen wird, kommst Du näher an Deine Starterbatterie mit dem Ladegerät. Dort kannst Du dann mit den zwei mitgelieferten Klammern (Krokodilklemmen) direkt an die Pole Deiner Starterbatterie.

Die rote Klammer kommt an den Pluspol und die schwarze Klammer an den Minuspol. Wenn alles angeschlossen ist, schaltest Du das Ladegerät ein und die Starterbatterie wird autark durch Wechselrichter und Zweitbatterie geladen.

Eine weitere einfache Methode ist das dauerhafte Anschließen eines CTEK Komfort Indikator * an Deine Batterie. Dieser bleibt an der Starterbatterie angeschlossen und kann zu jeder Zeit einfach mit dem Ladegerät verbunden werden. Du kannst Dir den Stecker so bequem an eine beliebige Stelle im Motorraum oder Fahrzeug verlegen, sodass Du diesen immer einfach mit dem Ctek zum Laden verbinden kannst. Damit musst Du nicht umständlich an die Batterie, falls diese an einem schwer zugänglichen Platz eingebaut ist.

Jetzt kannst Du das Ladegerät einfach und schnell anschließen, egal ob über das Laden vom Wechselrichter oder beim Laden von Zuhause aus.

Wichtiger Hinweis: Das Ladegerät erst komplett an der Batterie anschließen, erst dann das Ladegerät einschalten. Denn beim Anschluss an die Batterie muss das Ladegerät immer ausgeschaltet sein.

Autarke Starthilfe und Laden der Starterbatterie über das Cetek Ladegerät

Die angeschlossenen Krokodilklemmen vom Ctek MXS 5.0 an der Starterbatterie

Mit Spannungsprüfer den Zustand der Batterie und die Ladung überprüfen

Mithilfe eines Multimeter *, kannst Du überprüfen, ob die Starterbatterie auch wirklich geladen wird. Dazu musst Du direkt an die Starterbatterie. Stelle vor dem Messen Deinen Spannungsprüfer auf 12 Volt, um das korrekte Ergebnis angezeigt zu bekommen. Die rote Messleitung wird an den Pluspol gehalten und die schwarze Messleitung an den Minuspol der Starterbatterie.

Hier gelangst Du zu unserer kompletten Anleitung über die Camper Elektrik

Übersicht über unseren kompletten Elektrik Ausbau im Van

Eine normale Batteriespannung liegt ungefähr zwischen 12,4 Volt und 12,9 Volt. Aber Achtung, der Messwert gilt nur in Ruhe, wenn der Motor nicht läuft und die Batterie nicht geladen wird. Außerdem variiert es je nach Batterieart, Außentemperatur und wie lange die Starterbatterie schon im Ruhezustand ist. Wenn Dein Motor sich nicht mehr starten lässt, aufgrund einer leeren Starterbatterie, wird das Multimeter-Messgerät einen Wert unter 12,2 Volt anzeigen.

Die unterschiedlichen Batteriespannungen einer Blei-Säure Starterbatterie und was sie bedeuten

Bevor wir jetzt weiter mit dem Laden der Starterbatterie weiter machen, noch eine wichtige Fähigkeit zum Messen des Ladezustandes Deiner Batterie.

Damit Du eine bessere Vorstellung hast, mit welcher Spannung Deine Starterbatterie welchen Ladezustand hat, habe ich Dir folgende Tabelle erstellt. Die Spannung Deiner Batterie kannst Du ganz einfach mit einem Multimeter * messen. Das Gerät kostet nur ein paar Euro und ist extrem wertvoll auf Reisen und für die Fehlersuche im Camper.

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LadespannungLadezustand
12,7 Volt100 %
12,6 Volt90 %
12,5 Volt80 %
12,4 Volt70 %
12,3 Volt60 %
12.2 Volt50 %
12,1 Volt40 %
11,9 Volt30 %
11,8 Volt20 %
11,5 Volt10 % und niedriger

TIPP: Um die korrekte Spannung von Deiner Batterie zu erhalten, muss diese komplett in Ruhe sein. Es darf kein Ladegerät, Solaranlage oder andere Geräte angeschlossen sein, die Strom liefern oder Strom entnehmen. Ansonsten misst Du nicht den aktuellen Ladezustand, sondern den der Ladung.

Autarke Starthilfe über die Zweitbatterie
Mit dem Spannungsprüfer * überprüfe ich die Ladung der Starterbatterie

Wie lange muss die Starterbatterie geladen werden, bis sie voll ist?

Wenn Du das CTEK MXS 5.0 zum Laden benutzt, kannst Du den Motor starten, sobald die Ladestufe 4 erreicht ist. Die verschiedenen Stufen werden auf dem Ladegerät angezeigt.

Ebenfalls kannst Du auch mit einem Multimeter per Hand an der Starterbatterie messen. Die Batteriespannung sollte hier wieder über 12,4 Volt betragen, bevor Du den ersten Startversuch wagst. Zum Messen der Spannung muss die Ladung unterbrochen werden. Vor der Messung die Batterie zudem etwas ruhen lassen. Die erste Messung würde ich erst nach einer Stunde durchführen.

Klar, mit einem Starthilfekabel und einem zweiten Fahrzeug kannst Du ebenfalls die Autobatterie wieder aufladen. Wir haben natürlich auch ein Starthilfekabel im Van dabei, doch nicht immer ist ein zweites Fahrzeug in der Nähe. Aber, vielleicht hast Du die Zeit und die Voraussetzung und kannst das Start-Problem selbstständig und autark mit dieser Variante lösen.

Video zur Autarken Starthilfe mit Wechselrichter und Bordbatterie

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Mehr Informationen

Ist Deine Bordbatterie auch leer? Mit einem faltbaren Solarmodul wirst Du noch autarker und flexibler. So kannst Du mit ein wenig Geduld und Zeit Deine Bordbatterie ohne externe Stromquelle wieder aufladen und dann damit Deine Starterbatterie laden. Immer startbereit, egal wann und egal wo, wir finden es super!


PIN MICH

Autarke Starthilfe bei leerer Starterbatterie

15 Kommentare zu „Autarke Starthilfe im Camper durch die Bordbatterie“

  1. Volker Jäntschi

    hallo Björn,
    interessanter Artikel.
    kannst du nicht einfach mit einem Stethilfekabel deine Starter- und deine Wohraumbatterie verbinden und den Motor starten?

    viele liebe Grüße Volker

    1. Walter Dederichs

      Hallo in die Runde, das interessiert mich auch sehr. Wenn das geht, dann müsste man doch ebenso eine leere Starterbatterie an die Aufbaubatterie direkt anschließen und die Starterbatterie so laden können? Die Vollere gibt ab, die Leerere nimmt auf?
      Ich hab mich, offen gestanden, nur noch nicht getraut es zu versuchen …
      Ich habe für alle Fälle einen Startbooster von NOCO an Bord. Damit hat auch schon mal eine Notstartung bei leerer Starterbatterie geklappt.
      Erstmal schönes Osterwochenende…

    2. Hallo Volker!
      Grundsätzlich hast du recht und das direkte Überbrückung würde auch funktionieren, ist aber meistens mit Umbauarbeiten am Fahrzeug verbunden. Zudem wenn du eine LiFePo Batterie hast am Bordnetz kann diese die hohen Ströme womöglich nicht leisten und könnte Schaden nehmen.
      in unserem Alten Sven Hedin Vw LT28
      musste ich das öfter machen da waren die Batterien einfach hinter den Sitzen. aber wenn sie verbaut sind ist das schwierig. Bei meinem Vater habe ich in seinen Hymer C25 einen Standby Charger (z.B https://www.votronic.de/index.php/de/produkte/peripheriegeraete/standby-charger ) verbaut. der läd bei Spannungsdifferenz mit ca 2A die Starter Batterie vom Bordnetz das von Solar gespeist wird. damit war das Problem dann erschlagen. Es gibt einige Möglichkeiten das zu machen man kennt ja sein Gefährt so kann man überlegen welche möglichkeit einem am besten taugt.

    3. Hallo Volker, Hallo Walter, Hallo Martin,

      lieben Dank für die interessante Frage und die Erfahrungen dazu, die dadurch mitgeteilt wurden.
      Mich beschäftigt die Frage zu autarken Starthilfe auch wieder intensiver seit letzter Woche, da ich einen kleinen Beitrag dazu abgefilmt habe, wo es um meine Lade-Technik mit dem CTEK MXS 5.0 geht.

      Walter sein Vorschlag mit dem Starthilfegerät, in seinem Fall das NOCO, ist ebenfalls eine tolle Lösung und sollte normal immer mit auf Tour sein, wenn Du in abgelegenen Gebieten unterwegs bist… oder einfach eine alte schwache Batterie dabei hast. Ich beschäftige mich aktuell mit Starthilfegeräten, jedoch von der Firma GooLoo. Entscheiden ist hier, egal welche Firma, wie viel Ampere Dein Gerät leisten muss, damit es für Deinen Motor auch ausreicht für die Starthilfe.

      Die Idee von Martin ist auch super und auch ich habe einen StandBy Charger auf meiner Liste. Der verlinkte Charger von Martin ist perfekt, wenn Du nur Blei-Säure Batterien benutzt. Dazu zählen auch AGM und Gel. Wenn Du in Kombination mit Lithiumakkus das ganze durchführen möchtest, also Starterbatterie ist Blei und die Bordbatterie ist eine LiFePO4, dann ist der Standby-Lader Pro von der Firma Büttner besser geeignet, da dieser LiFePO4 unterstützt.

      Das direkte Überbrücken, so wie es Martin schon durchgeführt hat, habe ich noch nicht getestet. Werde ich wohl auch nicht :-). Denn das direkte Verbinden von zwei unterschiedlich geladenen Batterien ist nicht wirklich so sicher, zumindest habe ich das mal gelernt, wegen hohen Ausgleichsströmungen. Vielleicht ist es mittlerweile anders, dazu kann ich aber nichts Exaktes sagen. Zusätzlich sollten keine unterschiedlichen Batterietypen miteinander, direkt, verbunden werden. Ich würde auf das direkte Verbinden verzichten und mir lieber eine andere autarke Lösung einfallen lassen, wie das Laben über ein Ladegerät oder ein Starthilfegerät oder ein Standby-Charger.

      Es gibt noch zwei weitere Lösungen, die mir gerade einfallen: ein kleines Solarpanel mit OBD II Stecker. Das wird direkt an Dein OBD II Buchse eingesteckt (da, wo das Fahrzeug auch ausgelesen wird). Das kleine Solarpanel wird in die Windschutzscheibe gelegt und lädt automatisch Deine Starterbatterie. Überladen wird Deine Batterie laut Hersteller dadurch nicht, es gibt eine Schutzfunktion.

      Die zweite noch zusätzliche Lösung ist das CS FREE von CETEK. Das ist eine Art Powerbank, nur halt auch zum Laden von Deiner Starterbatterie und natürlich auch allen anderen 12 Volt Produkten. Es ist für Blei-Säure, Gel, AGM und LiFePO4 Batterien geeignet.

      Ich wünsche Euch allen ein schönes Osterfest und sage noch einmal lieben Dank für die nette und sachliche Beteiligung.

      Beste Grüße
      Björn

  2. Hi Björn
    Als ich auf den Beitrag gestossen bin, habe ich erst gar nicht verstanden, warum Du ein so kompliziertes Vorgehen anwendest. Das dauert ja ewig bis die Starterbatterie wieder fit ist und wenn Du einen Dieselmotor hast, brauchst Du eine recht gut geladene Batterie zum Starten.
    Ich habe an meinem Landcruiser ein Batteriemanagement System von http://www.ibs-tech.ch/ verbaut. Dieses trennt primär die Starter- von der Camperbatterie wenn die Zündung ausgeschaltet wird, um ein versehentliches entladen eben dieser zu verhindern. Lädt mein Solarpanel, wird die Trennung ausgeschaltet und so lädt es (wenn denn nötig) auch die Starterbatterie.
    Also sollte diese eigentlich schon gar nicht entladen sein.
    Im Falle, dass diese aber defekt ist, und das ist mir tatsächlich schon passiert, kann ich über die manuelle Kopplung die beiden Batterien verbinden und so den Motor mit der Camperbatterie starten. OK, die Einrichtung kostet halt ein paar Euros, aber der Nutzen ist meines Erachtens den Aufwand längstens wert, das insbesondere, wenn man auch mal etwas von der Hauptstrasse entfernt unterwegs ist.

    Übrigens, eine sehr informative Webseite, die Du hast!!

    1. Hallo Ueli,

      lieben Dank für den technischen Einblick in Deinen Landcruiser zum Thema autarke Starthilfe. Das mit dem BMS ist natürlich eine saubere Sache, wenn das Elektro-Konzept daraufhin ausgelegt wird. Wir haben bis jetzt nur ein einfaches Trennrelais verbaut, zudem war das Ladegerät auch schon vorhanden. So, haben wir überlegt, wie können wir jetzt mit wenig Material viel erreichen. Der beschriebene Weg im Artikel war dann somit unser Low-Budget Lösung, die auch tatsächlich funktioniert.

      Aber Du hast recht, wer in seinem Ausbau-Konzept noch ein paar Euro übrig hat, fährt mit einem BMS zwischen Starter- und Aufbaubatterie deutlich besser. Aktuell beschäftige ich mich mit dem Einbau solch eines BMS, daher wird es vielleicht in den nächsten Monaten einen Artikel darüber geben.

      Ich danke Dir für Deine Expertise und die Informationen zum Thema und ich wünsche Dir weiterhin spannende Touren und Abenteuer im Landcruiser.

      Liebe Grüße
      Björn

  3. Hallo! Zu deiner überlegung mit der eingeschalteten Zündung bzw die acc Stellung (normal Radio und Zigarettenanzünder an z.b)
    Würde geundsetzlich funktionieren aber natürlich hast du dann zusätzliche Verbraucher zugeschaltet was den Ladestrom des Ladegerätes natürlich schmälert. Würde zur not aber gehen. Macht aber auch nur sinn wenn die Bordbatterie vom Solar gespeist wird, oder wenn halt echt nix anderes geht. Hab ich so auch schon praktiziert.
    Grüße

    1. Hallo Martin,

      vielen Dank für das Teilen Deiner Erfahrung. Genau, es kommt bei der ACC Stellung darauf an, was alles dabei zusätzlich Strom frisst. Nicht das die Entladung stärker ist, wie die Ladung selber. Schön zu lesen, das es bei Dir auch mit der autarken Starthilfe geklappt hat.

      Ich wünsche Dir allseits gute und sichere Fahrt.

      Grüße aus dem Donautal
      Björn

  4. Hi Björn,
    Danke für den tollen Beitrag. Da ich jeweils ein Ladegerät für Bord als such starterbatterie verbaut habe brauche ich nur vom Wechselrechter ein 220v Verlängerungskabel einmal zum Motorraum wo das zweite Ladegerät ist und kann hier ggf die starterbatterie laden. Damit ist die Diskussion über zweiten Ladeausgang am solarregler hinfällig 🙂

    Meinst du ob es Probleme macht wenn man zu dem Zeitpunkt den Motor starten würde? (Kurzschlussgefahr)?

    Viele Grüße
    Sebastian

    1. Hallo Sebastian,

      Deine Lösung mit zwei Ladegeräten ist natürlich auch nicht schlecht. Da hast sogar noch eins als Reserve, wenn eins von beiden den Geist aufgibt. Bei Marken Geräten ist es wiederum teurer in der Anschaffung bei zwei Geräten.

      Du solltest auf keinen Fall den Motor beim Laden mit einem Ladegerät starten! Normalerweise sollte die Batterie nach dem Laden sogar noch kurz etwas Ruhe bekommen, bevor Du mit dieser den Motor startest.

      Allseits gute und sichere Fahrt.
      Liebe Grüße
      Björn

  5. Danke für deine Tipps.

    Aber ich verstehe nicht, warum ich eine Wechselrichter brauchte? Das Ladegerät gibt doch 12 Volt aus und bezieht 220V, oder? Ich brauche nur eine Steckdose!

    Gruß

    Ralf

    1. Hallo Ralf,

      den Wechselrichter haben wir im Camper eingebaut, um 12 V in 230 V umzuwandeln, für elektrische Geräte die nicht über 12 V laufen. Daraus ist in der Not die Idee entstanden, unterwegs autark mit einem Ladegerät unsere Starterbatterie zu laden. Es klappt in unserem Fall hervorragend!

      Unser Ladegerät hat einen Eingang als Schukostecker für 230 V. So ist es für uns das einfachste, diesen in den 230 V Ausgang vom Wechselrichter anzuschließen. Der bezieht den Strom von der Bordbatterie, wo Solarstrom eingespeist wird. Vom Wechselrichter geht es dann zum 12 V Anschluss (Zigarettenanzünder), um so die Starterbatterie zu laden. Das ist das Konzept, wenn niemand sonst zur Hilfe da ist, auch keine Steckdose von Außen oder sonst wie.

      Wenn Du irgendwo eine Steckdose hast (Campingplatz oder andere externe Quelle), kannst Du natürlich dann auch ohne Wechselrichter mit dem Ladegerät die Starterbatterie laden.

      Liebe Grüße,
      Björn

      1. Hallo, ich habe Eure Beiträge mit hohem Interesse gelesen, ich bin froh über jede Info die ich hier finde.
        Eure Beiträge liegen schon einige Zeit zurück, aber vielleicht könntet Ihr mir doch noch helfen: Ist es denkbar, dass ich meine Bordbatterie direkt mit der Starterbatterie verbinde? Also an die Bordbatterie ein Plus- und ein Minuskabel mit Krokodilklemmen, ans andere Ende einen Stecker für Zigarettenanzünder und dann einstecken? Lädt die Bordbatterie auch so die Starterbatterie?
        Dank und herzlichen Gruß, Walter

        1. Hallo Walter!
          Theoretisch ist das schon möglich ABER da solltest du in irgendeiner Form eine Art Strombegrenzung drin haben. Denn wenn du beide Batterien miteinander verbindest und eine ist z.B leer die andere voll können sehr sehr hohe Ströme fließen. Das kann zu Schäden an Fahrzeug, Batterie oder sogar zum Brand führen!!! Es gibt solche Überbrückungs Kabel mit einem Zigarettenanzünderstecker aus jeder Seite so etwas könnte funktionieren. Das wäre eigendlich auch der bessere Weg als erst mit dem Spannungswandler aufwändig aus 12V 230V zu machen und dann wieder 12V. Das geht natürlich ist aber sehr verlustreich.
          Grüße

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